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- PDF-Dokument-Lexikon
der Kunst, Papierherstellung und Fotografie

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AOx
Unter der Bezeichnung AOX sind die organischen Chlorverbindungen zusammengefasst, die im Wasser gelöst sind und nach entsprechendem Prüfverfahren an Aktivkohle absorbiert werden können. Die organischen Chlorverbindungen entstehen durch die Zellstoffbleiche oder werden durch Zusatzstoffe dem Papier zugegeben. Kunstappeal setzt nur Papier aus chlorfrei, gebleichtem Zellstoff ein.
iuziu
AP / Artist Proof
auch als EA / Epreuve Artist bezeichnet. Andruck, der vom Künstler abgezeichnet wird. Damit autorisiert der Künstler den Druck der damit als Referenz für den Fortdruck der Edition (Druckauflage) dient.
Abblenden
Durch Verkleinern oder Schließen der Blendenöffnung kommt es zur Reduzierung der einfallenden Lichtmenge auf den Film. Die Verkleinerung der Blendenöffnung bringt eine Vergrößerung der Schärfentiefe mit sich.
Additive Farbmischung
Auf den additiven Grundfarben Rot, Grün und Blau (RGB- Farbraum) basierendes Farbsystem. In der Mischung ergeben die Grundfarben Weiß. Das Verfahren lässt sich am besten durch die Mischung von Lichtfarben veranschaulichen. Fernseher und Computermonitore basieren auf der additiven Farbmischung. Digitalkameras und Scanner sehen
Adobe Photoshop
Das Bildbearbeitungsprogramm ist quasi Standard für den Bereich der digitalen Bildbearbeitung. (www.adobe.com)
Akzidentdruck
Im 15. Jhdt. wurden Drucke in kleinster Auflage Akzidenzdrucke genannt.
Alaun
Zur Ausfällung und Fixierung des Harzleimes wurde früher Aluminiumsulfat, das Papierhersteller fälschlicherweise als Alaun bezeichneten, eingesetzt. Alaune sind Komplexsalze, die zur Papierherstellung kaum noch verwendet werden.
Alterungsbeständigkeit
Jedes Papier unterliegt einem Alterungsprozess. Darunter versteht man den Verlust an Gebrauchswert, wie es bei Papier die Festigkeit, die Oberfläche und der Farbton sein können. Ob Tintenstrahldruck, Thermoprint oder Laborbild, im Laufe der Zeit zerstören Licht und aggressive Gase wie Ozon, die Farbstoffe. Bei Kunstappeal kommen nur hochwertige und getestete Papiere und Tinten zum Einsatz. Dadurch ist bei unseren Erzeugnissen von einer Haltbarkeit von 100Jahren auszugehen.
Aquarell
Ein Aquarell (von lat. aqua Wasser) ist ein mit wasserlöslichen, nicht deckenden Farben angefertigtes Bild. Dabei werden die aus einem Bindemittel (Gummi arabicum) und Farbpigmenten bestehenden lasierenden Farben mit Wasser verdünnt und mit einem Haarpinsel auf Papier, Pergament oder andere Materialien aufgetragen. Im Unterschied zu Gouache und Tempera schimmert der Malgrund durch die Farben hindurch. Farbmischungen entstehen in der Regel durch das Übereinandermalen verschiedener transparenter Farbschichten. Weiß entsteht dort, wo der Papiergrund ausgespart wird.
Aquarellkarton
Zum Aquarellieren benötigt man einen nicht saugfähigen, abriebfesten Karton, mit matter oder strukturierter Oberfläche. Geläufige Bezeichnungen von Aquarellkarton sind matt, rau, extra rau, Feinkorn, Grobkorn und Torchon.
Aquatinta
Der dunkle Plattenton (tinta) wird durch Ätzwasser (aqua fortis) hergestellt. Das Prinzip bei der Aquatinta besteht wie beim Mezzotinto darin, dass die Zeichnung Weiß aus dem originär vollflächigen Schwarz des Plattentons herausgearbeitet wird.
Arbeitsbreite (Papier)
Herstellbare Breite einer Papierbahn oder eines Papierbogens der Papiermaschine. Langsiebmaschinen für Kopierpapier haben heute eine Arbeitsbreite bis zu 900cm. Auf Rundsieb- und Langsiebpapiermaschinen wird Papier mit ca. 128cm Breite hergestellt.
Arbeitsgeschwindigkeit von Papiermaschienen
Langsiebmaschinen zur Kopierpapierherstellung fertigen mit einer Geschwindigkeit bis zu 1400 Metern pro Minute. Bei der Herstellung von hochwertigen Künstlerpapieren, z. B. Echt-Bütten-Papier arbeiten die Maschinen mit 8 bis 15 Metern pro Minute.
Artists Proof
Hierbei handelt es sich um die Kopien der Final Proofs, die der Künstler signiert, wenn vor Beginn des Drucks selbst die Farben und Tonwerte korrekt sind. Häufiger bei Tief- und Siebdruckprozessen anzutreffen, als (in kommerziellem Umfang) bei Lithoverfahren, werden sie vor Beginn des Drucks genehmigt. Mittlerweile wieder häufiger eingesetzt, da aufgrund der heutigen Computertechnologie ein großer Teil des Proofings auf einem Tintenstrahldrucker erfolgt, der die Farben der Druckerpresse emuliert.
Aufblenden
Gegenteil von >>Abblenden<<. Zur Erhöhung der einfallenden Lichtmenge. Auf den Film wird die Blende weiter geöffnet. Durch mehr Licht verringern sich die Verschlusszeit und die Schärfentiefe.
Auflösung (Digitalkamera/Drucker)
Auflösung ist die Anzahl der Bildelemente (Pixel) oder Druckpunkte pro Längen- oder Flächeneinheit. (siehe auch dpi, ppi, lpi) Typische Auflösung für den Druck von Halbtonbildern sind 300 dpi.
Auflösung
Anzahl der Bildelemente (Pixel) oder Druckpunkte pro Längen- oder Flächeneinheit. (siehe auch dpi, ppi, Ipi). Typische Auflösung für den Druck von Halbtonbildern sind 300 dpi.
Autofokus / AF
Steht für Autofokus, was soviel bedeutet wie automatische Scharfeinstellung. Befindet sich das Objekt in der Mitte, ist die automatische Scharfstellung kein Problem, da in jeder AF-Kamera das Messfeld in der Mitte ist. In den meisten modernen Spiegelreflex-AF-Kameras gibt es mehrere Messfelder, die das Hauptobjekt automatisch erkennen. Für den Fall, dass die Automatik versagt, kann man meistens jedes Messfeld manuell ansteuern.
Baryt- (Papier)
Baryt ist die Kurzform für Bariumsulfat auch Schwerspat genannt. Es wird unter anderem für die Herstellung weißer Pigmente und Farben genutzt. Es ist extrem lichtbeständig und verhält sich ph-neutral. Baryt erzeugt beim Papier einen warmen Naturweißton.
Baumwolle
Anstelle von Hadern wird heute meistens Baumwolle in Form von Linters bei der Papierherstellung zugesetzt.
Bedruckbarkeit
Für jedes Druckverfahren werden entsprechend unterschiedliche Eigenschaften vom Papier gefordert. Diese betreffen die Oberfläche, das Saugverhalten, die Steifigkeit und die Festigkeit des Papiers.
Belichtung
Auf die Empfindlichkeit abzustimmende, auf den Film/Sensor fallende Lichtmenge, die sich aus Intensität und Dauer zusammensetzt und durch Blende und Verschluss reguliert wird.
Bildende Kunst
Der Begriff Bildende Kunst hat sich seit dem frühen 19. Jahrhundert im deutschen Sprachraum als Sammelbegriff für die visuell gestaltenden Künste eingebürgert. Im Deutschen wird Bildende Kunst - anders als im Französischen (les Beaux-Arts), im Italienischen (le belle arti) oder im Englischen (Fine Arts) - unterschieden von den darstellenden Künsten (Theater, Tanz, Filmkunst) und der Literatur sowie der Musik, wobei es zunehmend Überschneidungen gibt. Während sich Werke der anderen Künste im zeitlichen Ablauf vollziehen, existiert ein Werk der bildenden Kunst meist als körperlich-räumliches Gebilde, das durch sich selbst wirkt und keinen Interpreten benötigt, um vom Rezipienten wahrgenommen zu werden.
Bildpunkte
Ein Bildpunkt (auch Rasterpunkt oder Pixel = Picture Element) ist die kleinste Einheit eines digitalen Bildes. Pro Bildpunkt werden wahlweise 1, 8, 16 oder 24 Bits für die Darstellung der Farbinformationen verwendet (Farbtiefe, Pixeltiefe).
Bildrauschen (Fotografie)
Als Bildrauschen bezeichnet man bei der Digitalfotografie unerwünschte Störsignale, die den Bildinhalt (also die erwünschten Signale) überlagern. Es gibt folgende Arten des Bildrauschens: Chrominanzrauschen, Luminanzrauschen, Dunkelrauschen.
Bindungslinien
Bindungslinien (Wasserlinien) liegen parallel zur Laufrichtung der Papierbahnen.
Bit
Binary Digit. Kleinste digitale Einheit, die genau zwei Zustände annehmen kann (0 und 1), 8 Bits ergeben ein Byte.
Bitmap
Einfachstes Grafikformat, bei dem die Bildpunkte eines zweidimensionales Koordinatensystem mit einem X, Y-Wert (Lage der Bildpunkte) und einen Farbwert beschrieben werden.
Blattbildung
Blattbildung ist bei der manuellen und auch maschinellen Papierherstellung die Bildung eines flächigen Gefüges aus Fasern und Füllstoff, also die Herstellung des Papiers.
Blooming (Digitale-Fototechnik)
"Blooming tritt auf, wenn ein Pixel mehr Licht abbekommt, als er in Ladung umwandeln kann. Dann passiert es, dass er überläuft"" und seine Ladung an benachbarte Pixel abgibt. Dies kann zu überbelichteten Stellen führen.
Bogen
Papiere können in Bogen oder in Rollen geliefert werden. Die auf einer Langsiebpapiermaschine in endloser Bahn hergestellten Papiere werden auf Querschneidern in Bogen geschnitten. Bei Echt-Bütten-Papieren und Kartons mit 4-seitigem Rand erfolgt der Zuschnitt im Produktionsprozess der Rundsiebpapiermaschine.
Bogenglättwerk
Hier wird eine bestimmte Bogenzahl zwischen speziellen Glättpappen gelegt und mehrmals durch eine Stahlwalzenpresse geführt. Die Glättung wird durch den Walzendruck und Friktion erreicht.
Bogensatinage
Unkaschierte Papiere und Kartons können in Bogen mit einer nachträglichen Satinage ausgerüstet werden.
Breitbahn (BB)
Bedingt durch die Ausrichtung der Fasern bei der Rundsieb- bzw. Langsiebpapiermaschine erhält das Papier eine Laufrichtung. Verläuft die längere Seite des geschnittenen Bogens quer zur Laufrichtung, so spricht man von Breitbahn.
Brennweite
Sie wird immer in Millimetern angegeben und ist eine der wichtigsten Kenngrößen eines optischen Systems. Berechnet wird sie aus dem Abstand vom Objektivmittelpunkt und seinem Brennpunkt, wenn es auf unendlich eingestellt ist. Je kleiner die Brennweite umso größer der Bildwinkel und umso mehr wird vom Motiv erfasst. Weitwinkelobjektive haben kleinere und Teleobjektive größere Brennweiten. Brennweiten von 28mm bis 300mm sind inzwischen Standard.
Byte
Binäres Datenpaket aus 8 Bits. Durch ein Byte können werte zwischen 0 und 255 repräsentiert werden (insgesamt 256 = 28 verschiedene Zeichen, Zahlen oder Farbwerte). Die Größe von Dateien wird in Bytes angegeben. Größere Bytezahlen werden durch Voranstellen eines Präfixes (z. B. k für Kilo = 1000) angegeben. Da Byteangaben aber nicht auf Zehner-, sondern Zweierpotenzen beruhen (1 Byte = 23 Bit = 8 Bit), entspricht 1 kB nicht 1000 Byte sondern 1.024 Byte.
Büttenpapier
"Die Bezeichnung Echt-Bütten" darf nur für handgeschöpfte und auf der Rundsieb-Büttenmaschine gefertigte Papiere verwendet werden.
Büttenränder, echte
Die endlose Papierbahn wird an vorbestimmten Stellen zwischen der Nasspartie und der Trockenpartie durch unterschiedliche Geschwindigkeiten auseinandergerissen. Die beiden verbleibenden Büttenränder bilden sich durch die seitliche Begrenzung auf dem Rundsieb.
CCD
Abkürzung für Charge Coupled Device. Dies ist ein elektronisches Bauteil, das in Scannern, Digitalfoto- und Videokameras eingesetzt wird. Ein CCD-Sensor besteht aus einer Vielzahl winziger, ladungsgekoppelter Halbleiter (Fotodioden), die analog zur Helligkeit des vom erfassten Motivdetail reflektierten Lichts eine bestimmte Spannung erzeugt. Das Aufnahmemotiv wird ähnlich wie durch das Facettenauge eines Insekts mosaikartig erfasst und in ein analoges Signal umgesetzt. Bei der Analog/Digital-Wandlung wird der Spannungswert für jeden Bildpunkt ein digitaler Helligkeitswert erzeugt.
CIELab
Dies ist der Farbraum zur Darstellung von Farbe in einer dreidimensionalen Matrix. Dieser eignet sich besonders für die Messung kleiner Farbabstände und wurde von der Commission Internationale d´Eclairage (CIE) standardisiert. L steht für Helligkeit (Luminanz), a für den Rot-Grün-Wert, b für den Gelb-Blau-Wert. Diese Vorgaben sind u. a. Grundlage für die Farbdefinition in DTP-Standards wie z. B.: Postscript Level.
CMM
Color Management Module / Color Matching Method - Dies sind sogenannte Engines bzw. Algorithmen, die festlegen wie die Farben eines Farbraumes (z. B. RGB Arbeitsfarbraum) in einen anderen Farbraum (z. B. Drucker CMYK) umgerechnet werden.
CMOS-Sensor
Der CMOS-Sensor eigentlich Active Pixel Sensor genannt, ist ein Halbleiterdetektor zur Lichtmessung. Der CMOS-Sensor basiert wie auch der CCD-Sensor auf den inneren fotoelektrischen Effekt. Durch die CMOS-Technologie ist es möglich die Belichtungskontrolle, die Kontrastkorrektur und die Analog-digital-Wandlung auf dem Chip zu integrieren. Diese Sensoren werden als Bildsensoren in digitalen Fotoapparaten und Videokameras eingesetzt.
CMYK
Dies sind die Grundfarben Cyan, Magenta, Yellow und Schwarz für den Vierfarbdruck. K (Key) steht für die Skelettfarbe Schwarz. Subtraktives Farbmodell, welches vor allem in der Druckerei Anwendung findet. Das Modell arbeitet mit den Farben Cyan, Magenta, Yellow und Key, der Schlüsselfarbe Schwarz und ist komplementär zum RGB-Farbmodell. Die Farbwerte reichen dabei von 0 bis 100 Prozent, wobei 0 einer unbedruckten und 100 einer vollbedruckten Fläche entspricht. Mischt man die drei Grundfarben, entsteht der Farbraum. Der Einsatz der Druckfarbe Schwarz ist notwendig, da die Mischung der drei anderen Farben zwar theoretisch aber nicht praktisch Schwarz ergibt. Im industriellen Druck wird das Arbeiten mit CMYK-Farben auch als Euroskala bezeichnet. Die korrekte Bezeichnung ist jedoch die ISO-Skala, genauer die ISO 2846. Auch die meisten Tintenstrahldrucker arbeiten mit den CMYK-Farben.
Calciumcarbonat
Füllstoff in neutral geleimten Papieren und Kartons, der auch als Pariser Kreide bezeichnet wird. Calciumcarbonat neutralisiert Säuren und ist dadurch ein Grundstein der Alterungsbeständigkeit.
Canvas
engl. Begriff für Leinwand, Inkjet Canvas besteht meist aus Baumwolle bzw. Baumwolle/Polyester Mischung. Für den Druck mit wässerigen Inkjet Systemen muss die Leinwand mit einer Beschichtung (-Coating) versehen sein, dass die Tinte besonders Gut aufnehm
Cellulose
Sie ist die häufigste, natürlich vorkommende, organische Verbindung. Die Zellwände der Pflanzen bestehen aus diesem Faserstoff. Im Holz ist Cellulose mit Lignin und anderen Bestandteilen der Zellwand verbunden.
Chip-Rückteile (Kameratechnik)
Wie in handelsüblichen Digitalkameras wird ein CCD- oder CMOS-Chip eingesetzt, allerdings hat dieser eine größere Fläche und eine höhere Pixelzahl. Gegenwärtig markieren Chiprückteile mit 39 Millionen Pixel und mehr den technischen Stand.
Chlorarm / Chlorfrei
Beim Bleichen der Zellstoffe sind die eingesetzten Chemikalien oft chlorhaltig. Hierbei entstehen organische Chlorverbindungen, auch als AOX bezeichnet. Ist deren Anteil kleiner als 0,2Kg je Tonne Zellstoff, spricht man von chlorfrei. Ist der Anteil größer aber noch unter 0,8Kg je Tonne, so werden die Zellstoffe als chlorarm gebleicht bezeichnet.
Chromatische Aberration (Fototechnik)
Dies sind Farbfehler, die durch die Farbzerstreuung einer Linse hervorgerufen werden. Es entstehen Unschärfen, weil die einzelnen Lichtwellen sich nicht am selben Ort schneiden. Chrominanzrauschen (Bildrauschen / Digitalfotografie) Diese Rauschart, meist auch als Farbrauschen bezeichnet, produziert unregelmäßige farbige Wolken
Cobb-wert
Die Wasseraufnahme einer Papierseite innerhalb einer vorgegebenen Zeit (meistens 1 Minute oder 10 Minuten) wird als Cobb-Wert bezeichnet. Er ist abhängig von der Leimung und dem Mahlgrad des Papiers.
Colour Management System
Das CMS soll für einheitliche Farben über Ein- und Ausgabegeräte hinweg sorgen, damit das gedruckte Endergebnis bestmöglich der Vorlage entspricht. Für Scanner, Monitor und Farbdrucker werden ICC-Profile angelegt, die dann zusammen mit den Bilddaten zum nächsten Bearbeitungsschritt an das folgende Gerät weitergegeben werden.
Colour Management
Das Colour Management stellt die farbgetreue Darstellung zwischen Scanner, Digitalkamera, Monitor und Drucker sicher. Dieses System gleicht die verschiedenen Farbwiedergabefähigkeiten der Einzelgeräte auf einander ab. Dabei werden die Geräte mittels sogenannter IT8-Targets (Farbmuster für Durch- und Auflicht) vermessen.
DIN 6738
Lebensdauer-Klasse-Papier
DPI
Dots per inch. Der Punkte-pro-Zoll-Wert (dots per inch) eines Bildes zeigt seine Auflösung an. Dieser Wert eines Gerätes (z. B. Scanner, Drucker) definiert seine Auflösungskapazität. Beschreibt z. B. die Anzahl an Tinte oder Toner, die ein Drucker innerhalb eines Zolls produzieren kann.
Dadaismus
"Der Dadaismus war eine künstlerische und literarische Bewegung, die 1916 von Hugo Ball, Tristan Tzara, Richard Huelsenbeck, Marcel Janco und Hans Arp in Zürich gegründet wurde und sich durch Ablehnung konventioneller"" Kunstformen - die oft parodiert wurden - und überkommener bürgerlicher Ideale auszeichnete. Im Wesentlichen war es eine Revolte gegen die Kunst von Seiten der Künstler selbst, die die Gesellschaft ihrer Zeit und deren Wertesystem ablehnten.
Dateiformat
Durch ein Dateiformat wird festgelegt, wie Daten in Nullen und Einsen umgewandelt werden. Jedes Programm hat in der Regel sein eigenes Dateiformat. Die auf einem Programm erstellten Dateien können nicht ohne Weiteres in einem anderen Programm geöffnet werden. Deshalb werden Programm- und Systemübergreifende Formate oder Konvertierungstools angeboten.
Diavographie
Die Diavographie ist ein Druckverfahren, das auf der Kombination des digitalen Farbdruckers mit einem speziellen Druckträger basiert. Die Druckvorlage kann von jedem Bild, Dia oder CD-ROM hergestellt werden. Mittels elektronischer Farbübertragung können farbgetreue und konturenscharfe Drucke hergestellt werden.
Digital Fine Art Papier
qualitativ hochwertige Künstlerpapiere (meist aus Hadern, Linters und/oder chlorfrei gebleichter ligninfreier Cellulose) das speziell für den Inkjetdruck mit einem Inkjetcoating veredelt wurde.
Digital Fine Art Prints
Überbegriff für hochwertige digitale Drucke für künstlerische Zwecke, die unter Verwendung qualitätvoller und haltbarer Medien erstellt wurden.
Digital Print
Ein Ausdruck, der von einer digitalen Datei gemacht wird. Im Gegensatz zu klassischen Druckverfahren ist keine materielle Druckform vorhanden. Weitverbreitete Verfahren sind Elektrofotografie, der Ink-Jet-Druck und die Ausbelichtung auf Fotomaterialien.
Digital fineart
Dieser Begriff steht für die Reproduktion von Bildern mit modernster digitaler Technologie. Der Vorteil liegt in der Authentizität von Original und Reproduktion. Voraussetzung hierfür ist ein qualitativ, hochwertig, überwachter Workflow.
Digitale Kamerarückwand
Digitale Kamerarückteile enthalten Bildsensoren zur digitalen Bildaufzeichnung. Sie werden an der Rückseite von Analogkameras angebracht. Sie sind vor allem im Bereich der Mittelformat- und Großformatkameras verbreitet.
Dispersion
Beim Eintritt eines Lichtstrahls in ein transparentes Medium (Luft, Glas u.s.w.) wird er je nach Wellenlänge im unterschiedlichen Maße gebrochen. So wird z. B. weißes Licht bei seiner Brechung in unterschiedliche Spektralfarben zerlegt, wodurch sich unterschiedliche Brennpunkte, also Unschärfen, ergeben. Korrigieren lassen sie sich nur teilweise durch mindestens zwei weitere Linsen. Es kommt zu Abbildungsfehlern.
Dithering
Druckpunktaufbau - Zerlegung eines digitalen Bildes in unterschiedlich große und verschieden angeordnete Druckpunkte, wobei die Primärfarben in Halbtöne zerlegt werden.
Dokumentenpapier
Dokumentenpapier = Urkundenpapier
Doppelfalzung
Papiere, die häufig Knickwechseln ausgesetzt sind, erhalten eine Doppelfalzung, damit sie nicht reißen.
Dot
Kleinstes Rasterelement eines Bildes. Mehrere Dots ergeben zusammengefasst jeweils ein Pixel. Z. B. bedeutet die Angabe 8 bit Farbtiefe, dass drei Schichten von jeweils 256 dots übereinanderliegen = 1 Pixel.
Dunkelrauschen (Bildrauschen / Digitalfotografie)
Eine Kamera kann nur dadurch, dass sie eingeschaltet ist, ein Rauschen erzeugen (ohne das ein Lichtstrahl verarbeitet, wurde). Je hochwertiger und aufeinander abgestimmte Bauteile, um so geringer ist dieses Rauschen.
Duplex
Ein Druckverfahren, bei dem ein Monochrombild mit zwei Farben oder mit einer Farbe in zwei Durchgängen gedruckt wird, um einen größeren Tonwertumfang zu erhalten oder einen speziellen Effekt zu erhalten.
Durchdruck
Genau genommen handelt es sich beim Durchdruck eher um eine Schablonentechnik als um ein Druckverfahren. Farbe wird mit einem Rakel durch ein engmaschige Netz gedrückt, wobei die Form die Form der Schablone bestimmt, wo die Farbe auf dem Papier gelangt und wo nicht. Bedeutendste Durchdruckverfahren ist der Siebdruck.
ECF
Elementary chlorine free = chlorfrei
EPS
Encapsulated Postscript, gängiges Dateiformat auf dem Postscript-Standard basierend.
Edition
"Die Edition (auch: Auflage) bezeichnet die Anzahl einer limitierten Menge von Drucken. Der Künstler bestätigt die Richtigkeit der Angaben zur Edition mit seiner Signatur und der Angabe der jeweiligen Nummer des Druckes in Relation zur Gesamtauflage - z. B. 7/50"" bedeutet der siebte Druck aus einer limitierten Auflage von 50 Stück. Es gibt auch sogenannte offene bzw. unlimitierte Editionen, die als solche auszuweisen sind.
Egoutteur
Siebbespannter Zylinder, der in der Siebpartie zum Egalisieren der Papieroberfläche eingesetzt wird.
Epreuve d'artiste
Einige Drucke (maximal 10% der Auflage) werden mit E.A. oder Epreuve d'artiste gekennzeichnet.
Dies sind sogenannte Künstlerdrucke, die außerhalb der verkauften Auflage vorweg für den Künstler
selbst gedruckt werden. Seriös ist es, wenn ein Künstler auch diese Serie nummeriert.
Dies geschieht zur Unterscheidung von der normalen Nummerierung in römischen Ziffern,
also etwa "E.A./ IV."
Üblich ist auch die Bezeichnung "h.c." oder "hors de commerce" (nicht für den Handel).
In Großbritannien werden diese Abzüge auch mit "artist's proof" gekennzeichnet.
Expressionismus
Der Expressionismus (lat. expressio = Ausdruck) war eine künstlerische und literarische Bewegung am Anfang des 20. Jahrhunderts, bei der die expressive Ebene gegenüber der ästhetischen, appellativen und sachlichen Ebene überwiegt, was sich dadurch ausdrückt, dass der Künstler versucht, sein Erlebnis für den Betrachter darzustellen.
Fachkamera
Als Fachkamera wird ein Typ von Fotoapparat bezeichnet, dessen Kon­struktion auf die Arbeit insbesondere im Fotostudio abgestimmt ist. Eine Fachkamera hat einen modularen Aufbau und ist meist eine Großformatkamera. Sie ist oft auf einer optischen Bank montiert, und die Standarten (Film- und Objektivebene) können gegeneinander verstellt werden, was eine Perspektiv- und Tiefenschärfemanipulation nach Scheinpflug ermöglicht. Beide sind durch einen Balgen miteinander verbunden. Moderne Versionen arbeiten mit Digitalrückteilen, die über Kabel direkt mit einem Computer verbunden sind.
Faksimile
1 : 1 Reproduktion einer Vorlage. Die Reproduktion sollte dem Original hinsichtlich Material, Format, Farbigkeit, Kontrast, Detailtreue etc. so nahe wie möglich kommen.
Farbdruck (Farbstich, Farbradierung)
Es gab in der Geschichte der Druckgrafik viele verschiedene Ansätze, um farbige Drucke herzustellen. Erst beim Farbstich handelt es sich um das echte Mehrfarbverfahren. Hierbei werden mehrere Schabkunst-Platten in verschiedenen Farben gedruckt. Die feinen Schattierungen im Zusammenspiel mit verschiedenen Farben erlauben beim Schabkunstverfahren besonders feine Farbnuancen, wobei der Farbstich zum bevorzugten Medium der Reproduktion von Aquarellen und Ölgemälden wurde.
Farbfilter (Fototechnik)
Farbfilter, die im Strahlengang eines Fischauges eingesetzt werden, trifft man hauptsächlich in der Schwarz-Weiß-Fotografie an. Sie dienen dazu Kontraste zu erhöhen oder um bestimmte Effekte zu erzielen. Z. B. macht ein orangefarbener Filter den Himmel dunkler.
Farbholzschnitt
Die Technik des Farbholzschnittes verlangt, dass jede einzelne Farbe einen einzelnen Druckstock erhält. Die Schwierigkeit bei diesem Verfahren ist, die einzelnen Druckfarben genau übereinander zu drucken, wobei man sich sogenannter Passer bedient.
Farbkalibrierung
"Die Farbkalibrierung stellt eine Abstimmung zwischen Hard- und Software dar und ist gerade in der Bildbearbeitung von herausragender Bedeutung zur Darstellung der Farben durch den Monitor. So kann ein Bild auf verschiedenen Monitoren sehr unterschiedlich dargestellt werden. Um dies zu vermeiden, sollte der Monitor des Computers kalibriert werden, was mit Hilfsmitteln verschiedener Bildbearbeitungsprogramme möglich ist. Aber nicht nur der Monitor, sondern auch Peripheriegräte sollten zur echten Farbwiedergabe"" kalibriert werden.
Farbkorrektur
Manipulation der Kanäle, Tonwerte, Farbtonbalance, Kontraste und Sättigung der einzelnen Farben vor dem Drucken, um alle Farbungenauigkeiten und Abweichungen beim Original oder gescannten Bild zu eliminieren.
Farbraum
Ein Farbraum ist eine meist 3-dimensionale mathematische Beschreibung von Farben nach einem bestimmten System. Wir unterscheiden zwischen prozessabhängigen und prozessneutralen Farbräumen. Ein- und Ausgabegeräte oder Prozesse weisen spezifische Farbwiedergabe-Eigenschaften auf, weshalb gleiche RGB- oder CMYK-Werte zu unterschiedlichen Farben führen können. Durch Messgeräte und spezielle Software können Farbwiedergabe-Eigenschaften erfasst und durch ein Profil charakterisiert werden. Prozessneutrale Farbräume sind farbmetrische, vom Ein- oder Ausgabeprozess unabhängige Farbkennzeichnungen, zum Beispiel CIE-Lab- oder CIE-XYZ-Farbwerte, die als Bezugsgrößen für die Umrechnung von Bilddaten in andere Farbräume gebraucht werden. (siehe auch Gamut-Mapping)
Farbseperation
Konvertierung eines RGB-Farbbildes in die für den CMYK-Druck erforderlichen subtraktiven Grundfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz. Das Schwarz wird als Zusatzfarbe für eine bessere Tiefenwirkung mitgedruckt.
Farbstoffe
Substanzen, die durch chemische Verbindungen oder durch einfache Anlagerung einzeln oder im Gemisch dem Papier den gewünschten Farbton verleihen. Es wird zwischen substantiven, sauren und basischen Farbstoffen unterschieden. Diese reagieren mit dem Zellstoff, sind aber nicht lichtbeständig. Durch Farbpigmente sowie Erdfarben, die zwischen den Zellstofffasern lagern, wird eine hohe Lichtbeständigkeit erreicht.
Farbstofftinten
Im Gegensatz zu Pigmenttinten haben Farbstofftinten physisch bedingt zumeist einen größeren Farbraum (Gamut) bei geringerer Lichtbeständigkeit. Durch neue Technologien bei der Tintenherstellung verkleinern sich diese Unterschiede zunehmend.
Farbtemperatur
Die spektrale Zusammensetzung von Licht kann durch die Farbtemperatur gekennzeichnet werden. Diese wird in Grad Kelvin (K) angegeben. Je höher die Farbtemperatur, desto höher ist das kurzwellige (blaue) und desto ge­ringer ist der langwellige (rote) Strahlungsanteil im polychromatischen Licht. Kunstlicht entspricht ca. 3200 Kelvin, mittleres Tageslicht etwa 4500 bis 6500 Kelvin, kann aber bis zu 20.000 Kelvin (blauer Mittagshimmel an der See oder im Hochgebirge) betragen.
Farbtiefe
"Informationsmenge, mit der die Farbe eines Bildpunktes beschrieben wird. Mit 8 Bit (=1 Byte) können 2 hoch 8 = 256 Farbschattierungen dargestellt werden. 3 x 8 Bit ergeben dementsprechend 256x256x256 = 16,7 Millionen Farben, d. h. unter RGB 8Bit/24Bit"" versteht man die theoretische Darstellung von 256 hoch 3 = 16,7 Mio. Farbwerten. Profiscanner und Digitalkameras können auch Daten mit größerer Farbtiefe (bis zu 16 Bit pro Farbkanal) darstellen. Der Vorteil einer 16 Bit-Datei besteht darin, dass es bei Farbkorrektur, Kontrast und Helligkeitsänderung selten zu sogenannten Posterizing-Effekten (Farbabrisse, Stufen) kommt.
Farbton
Der Farbton ist, neben Helligkeit und Farbsättigung, eine der drei vom Menschen als grundlegend empfundenen Eigenschaften der Farbe. Der Farbton bezeichnet in der Farbenlehre die Eigenschaft, nach der man Farbempfindungen z. B. nach rot, gelb oder grün unterscheidet.
Farbumfang
Der Farbumfang, auch Gamut genannt, ist ein Bereich von Farben, den ein bestimmtes Gerät erzeugen kann.
Fein geripptes papier
Die Anzahl der Rippungslinien pro Zentimeter bestimmt die Rippungsart. Feinrippungen sind 8 bis 9 Rippungslinien pro Zentimeter. (Siehe Ingres) Bei nur 6 Rippungslinien pro Zentimeter spricht man von grob gerippten Papieren.
Filtrierpapier
Zur Filtration eingesetzte Papiere und Kartons, die sehr durchlässig und saugfähig, weil ungeleimt, sind.
Filzseite (papierherstellung)
Fabrikationsbedingt ergeben sich eine Filz- und eine Siebseite. Bei der Rundsiebbüttenpapiermaschine wird die Siebseite als Oberseite bezeichnet. Die stärker strukturierte Filzseite ist hierbei die Unterseite. Bei der Langsiebpapiermaschine sind diese Bezeichnungen umgekehrt.
Fine Art Papier
Qualitativ hochwertiges alterungsbeständiges Papier, das früher aus Hadern (Lumpen), heute aus Baumwollfaserstoff (sog. Linters), alleine oder im Gemisch mit Zellstoff, hergestellt wird. Diese Papiere sind Holz/Lignin frei. Es besteht aus chlorfrei gebleichtem Zellstoff, ist neutral geleimt und säurefrei mit einem ph-Wert um ca. 8,0.
Firnis
Dies sind hochwertige Lacke die vor allem zum Schutz von digitalen Prints und Gemälden auf Leinwand vor mechanischer Beschädigung, sowie teilweise auch als Lichtschutz eingesetzt werden.
Flachdruck
Anders als beim Hoch- oder Tiefdruck sind die zu bedruckenden Stellen weder erhaben noch abgetragen. Alle Flachdruckver­fahren basieren auf demselben Prinzip = der Abstoßung von Fett und Wasser.
Flexodruck
Der Flexodruck ist ein direktes Hochdruckverfahren. Es handelt sich dabei um ein Rollenrotationsdruckverfahren, bei dem flexible Druckplatten, die meist aus Fotopolymer bestehen, und niedrig viskose Druckfarben verwendet werden. Da beim Flexodruck ein kurzes Farbwerk ohne zahlreiche Walzen eingesetzt wird, ist er ebenso mit dem Tiefdruckverfahren verwandt. Zu Beginn wurden Anilinfarben eingesetzt, die ihn durch ihre Pigmente erst zu einem der qualitativ hochwertigeren Druckverfahren machten. Daher wird dieses Verfahren auch heute noch als Anilindruck bezeichnet.
Fokussierung
Scharfeinstellung eines optischen Systems.
Fälzelkarton
Abstandhalter zwischen Albenblätter und als Innenteil des Buchrückens.
Gamut-Mapping
Die Umsetzung von einem Farbraum in einen anderen heißt Gamut-Mapping und bedeutet soviel wie Farbumfangs-Anpassung. Diese kommt zum Beispiel dann vor, wenn digitale RGB-Daten in einen CMYK-Ausgabefarbraum transformiert oder CMYK-Daten auf dem Monitor angezeigt werden sollen. Die Art und Weise dieser Anpassung wird durch Rendering Intents (Wiedergabeabsichten) bestimmt. Die ICC-Spezifikation sieht vier verschiedene Wiedergabe-Absichten vor: absolut colorimetric (absolut farbmetrisch), relative colorimetric (relativ farbmetrisch), perceptual (perzeptiv, wahrnehmungsgemäß) und Saturation (sättigungserhaltend).
Gamut
Der Farbumfang, auch Gamut genannt, ist ein Bereich von Farben, den ein bestimmtes Gerät erzeugen kann. Gamut Mapping heißt, die Farben, die z. B. von einem Scanner geliefert werden, so umzudefinieren, dass bei der Ausgabe auf einem Gerät mit weniger Farben der Gesamteindruck des Bildes erhalten bleibt.
Gegenlicht (Fototechnik)
Direkt von vorne kommendes Aufnahmelicht, das den Aufnahmegegenstand von der Kamera aus gesehen auf der Rückseite beleuchtet.
Gerippt (=vergé)
Gerippte Papiere werden über Zylinder auf der Rundsieb-Papiermaschine sowie bei der Langsieb-Papiermaschine mittels Egoutteur gefertigt. Die engen Rippungslinien liegen parallel zur Arbeitsbreite. Die etwa 2 cm auseinanderliegenden Bindungslinien (Wasserlinien) liegen dagegen parallel zur Laufrichtung.
Gerissener Rand
Der Charakter von Büttenpapier wird bei kleineren Formaten durch kunstfertiges Reißen erzeugt.
Giclée-Druck
Aus dem Französischen glicer = sprühen. Der Gicléedruck ist ein hochwertiges ´Digital FineArt´-Druckverfahren, das Ende der Achtzigerjahre in Amerika von Iris entwickelt wurde. Mittlerweile werden alle qualitativ hochwertige Drucke so bezeichnet. Hierbei haben selbst Fachleute Mühe den Druck vom Original zu unterscheiden.
Gouache
Gouache (von italienisch guazzo = Lache) ist eine Maltechnik mit halb deckenden und deckenden Wasserfarben, die aus Pigmenten wie Kreide und dem Bindemittel Gummi arabicum hergestellt werden. Die Farben sind kräftig und können dünn - fast wie beim Aquarell - oder pastös verwendet werden. Die typischen Gouache-Farbtöne und Trübungen erzeugt man mit Vorteil durch Schichtung von Dunkel zu Hell, von Blau zu Gelb. Schwarz darf eingesetzt werden. Deckweiß - wie bei der Tempera - wird jedoch nicht verwendet, für weiße Flächen muss der Papiergrund ausgespart werden. Seit der industriellen Herstellung von Gouache-Farben sind die Farben in der Regel hoch lichtbeständig.
Gradation
Grad der Steilheit des geradlinigen Teils der Schwärzungskurve, der das Kontrast-Wiedergabevermögen einer Emulsion beschreibt. Wünscht man eine harte, kontrastreiche Wiedergabe, benötigt man eine steile Gradation, für weiche, kontrastarme Darstellung eine flache Gradation.
Grammatur
Siehe Flächengewicht - Papier.
Graufilter (Fototechnik)
Der Graufilter oder besser Neutralgraufilter beeinflusst nur die Menge an Licht, die durch sie hindurchgeht, jedoch nicht die Farbzusammensetzung. Graufilter setzt man bei zu hellen Motiven ein und/oder wenn mit einer größeren Blende oder einer längeren Belichtungszeit arbeiten möchte.
Graukarte (Fototechnik)
Durch eine Graukarte lässt sich bequem eine Ersatzmessung durchführen. Die graue Oberfläche reflektiert genau 18% des darauf fallenden Lichtes. Am besten ist es, die Graukarte vor das Motiv zu halten und mit einem Handbelichtungsmesser aus einer Entfernung von ca. 15 bis 20 cm die Belichtung zu messen. Es ist darauf zu achten, dass kein Schatten auf die Karte fällt. Sie wird im Zubehörhandel in mehreren Größen angeboten. Von Postkartengröße, damit sie überall mitgenommen werden kann, bis 24x30cm ist alles vorhanden.
Grauverlaufsfilter (Fototechnik)
Mit dem Grauverlaufsfilter lassen sich Helligkeitsverläufe erzeugen. Dies ist praktisch, wenn man ein relativ dunkles Motiv gegen einen hellen Himmel fotografieren möchte. Dann stellt man den grauen Bereich nach oben, so dass die Helligkeit des Himmels vermindert und das Motiv selber nicht beeinflusst wird.
Grossformatkameras
Auch Großbildkamera genannt. Sie ist ausschließlich für den professionellen Einsatz gedacht. Für große Filmformate, wie 9x12 cm, 13x18 cm bis hin zu 50x60 cm ist es eine geeignete Studiokamera. Einen Sucher gibt es an solchen Kameras nicht, der Fotograf begutachtet das Bild auf einer Mattscheibe, die anstatt des Films eingesetzt wird. Erst, nachdem die Einstellungen getroffen worden sind, wird die Mattscheibe durch eine Filmkassette ersetzt.
Grundfarben
Rot, Gelb und Blau, die bei additiver Farbmischung weiß ergeben. Komplementärfarben Gelb, Magenta und Cyan werden als subtraktive Grundfarben bezeichnet, da sie übereinander Schwarz ergeben.
Halbstoff
Das aus den Rohstoffen (Holz, Stroh, Linters) gewonnene Fasermaterial (Zellstoff, Holzschliff), das zusammen mit den Hilfsstoffen und Wasser den sogenannten Ganzstoff der Papierproduktion bildet.
Halbton (englisch Halftone)
Farb- oder Graustufe, die durch Rastern erzeugt wird. Grafische Technik und Fotografie: Bezeichnung für kontinuierlich ineinander übergehende Grau- oder Farbwerte einer Vorlage. Malerei: Effekt, der durch Farbaufträge in unterschiedlicher Stärke entsteht, sodass die darunterliegenden Farbschichten stärker oder schwächer durchscheinen. Damit wird der Übergang von Licht zu Schatten simuliert.
Haptik
Als haptische Wahrnehmung (griech.: haptikos = greifbar) bezeichnet man das aktive Erfühlen von Größe, Konturen, Oberflächentextur, Gewicht usw. eines Objektes durch Integration aller Hautsinne und der Tiefensensibilität.
Heissprägung, Papier
Mit einem beheizten Metallstempel, der als Fläche, Schrift oder Motiv gestaltet werden kann, wird die Pigmentschicht, metallic oder farbig, auf die Oberfläche des Papiers gebracht. Hierfür sind Naturpapiere und -Kartons hervorragend geeignet. Aufgrund der Geschmeidigkeit und der Voluminosität der meisten Echt-Bütten-Papiere und -Kartons lassen sich Reliefeffekte erzielen.
Hilfsstoffe
Eine große Zahl von organischen und mineralischen Zusatzstoffen (z. B. Leim) und Füllstoffen (z. B. Kaolin, Kreide) sowie Farbstoffen. Sie sind notwendig, jedem Papier die gewünschten Eigenschaften zu geben.
Histogramm
Darstellung der Tonwertverteilung in einem Bild. Für jede der 256 Stufen in einem digitalen Bild wird die Zahl der Bildpunkte ermittelt, die diesen Wert repräsentiert. Die Tonwertkurve stellt diese Verteilung optisch dar.
Hochdruck
Unter diesem Begriff fasst man alle drucktechnischen Verfahren zusammen, bei denen die zu bedruckende Teile höher liegen als die restlichen Teile des Bildes. Das Grundmaterial für diese Druckform kann recht verschieden sein, man kann sowohl Holz als auch Metall oder Stein verwenden. Im Hobbybereich wird besonders gern mit Linoleum und anderen Kunststoffen gearbeitet. Beim Hochdruck-Verfahren werden die erhaben liegenden Teile der Druckform mit der Druckerschwärze eingefärbt. Ein auf die so eingefärbte Druckform gelegtes Papier wird unter Druck auf die Form gepresst. Dies geschieht mithilfe einer Druckerpresse, kann aber im Prinzip auch von Hand erfolgen, wie z. B. beim Linolschnitt.
Holländer
"Im 17. Jahrhundert von den Holländern entwickeltes, trogförmiges Mahlwerk mit festen Grundmessern und sich drehender Messerwalze. Zum Aufbereiten (Zerquetschen, Zerschneiden) der Fasern für Papier. Die Fasern werden je nach Einstellung der Messer unterschiedlich gemahlen. Je nach Verwendungszweck in römische Mahlung"" oder ""schmierige Mahlung"", in kurz oder lang. Die ist entscheidend für den Charakter des Papieres.
Holzschnitt
"Der Holzschnitt ist die älteste Hochdrucktechnik. Das Druckverfahren mit Holz wurde schon vor den Bilddruckern für den sogenannten Zeugdruck"" angewendet. Hiebei handelt es sich um die dekorative Gestaltung von Textilstoffen mit Hilfe von Druck­modellen. Einige Kunsthandwerker wenden selbst heute noch diese Technik an (Blaudruck).
Hotpixel (Fototechnik)
Neben dem normalen Hintergrundrauschen gibt es besonders bei Nachtaufnahmen, noch eine weitere Quelle für Bildfehler: die sogenannten Hotpixel, helle Punkte im Bild. Diese entstehen dadurch, dass die einzelnen Pixel des Sensors verschieden stark auf Wärme reagieren. Am besten ist es, man fotografiert mit kalter Kamera, d. h. man schaltet sie aus, wenn nichts zum fotografieren da ist.
Hämmerung
Mittels einer Prägewalze können Kartons mit einer gehämmerten Oberflächenstruktur ausgerüstet werden.
ICC-Profile
ICC = International Color Consortium. Sogenannte ICC-Profile beschreiben die individuellen Eigenschaften von Ein- und Ausgabegeräten Scanner, Digitalkameras, Drucker und Monitor. Sie dienen in einem Color Management Workflow zur durchgängigen farbrichtigen Darstellung und Bearbeitung digitaler Bilder.
IT8-Targets
Sogenannte IT8-Targets sind Referenzen in Form standardisierter Farbvorlagen zur Kalibrierung von Scannern, Monitoren und Ausgabegeräten. Die IT8 Referenzbilder gibt es als Diapositiv und als Aufsichtsvorlage auf unterschiedlichen Film und Fotomaterialien und in verschiedenen Größen.
Impressionismus
Der Impressionismus (v. lat.: impressio = Eindruck, über das französische impressionnisme) ist eine Stilrichtung, vor allem in der Malerei. Wie der Symbolismus und der Expressionismus ist der Impressionismus eine Gegen­bewegung zum Naturalismus. Die Maler des Impressionismus versuchten einen Gegenstand in seiner augenblicklichen, zufälligen Erscheinungsform zu erfassen statt in seiner inhaltlichen Bedeutung. Besonders eindrückliche Beispiele dafür sind die Landschaftsbilder, die meist direkt in der freien Natur (en plein air) entstanden und nicht wie bis dahin üblich im Atelier.
Ingres
Nach dem französischen Künstler Jean Auguste Ingres (1780 bis 1867) benanntes, hochwertiges, feines Zeichenpapier, welches auf einer Rundsieb-Bütten-Papiermaschine als Echt-Bütten-Ingrespapier hergestellt wird. Es ist gerippt (vergé), vollstoffgeleimt und mit echten Büttenrändern versehen. Dieses Papier ist häufig farbig ausgeführt.
Inkjet-Druck
"Dieser Begriff kommt aus dem Englischen und bedeutet Tintenstrahldruck"". Diese Drucktechnik wird überwiegend im Zusammenhang mit Computern benutzt und ist heutzutage in Privathaushalten sowie in den meisten Büros die am häufigsten genutzte Ausgabemöglichkeit.
Inkjet-Papier
"Für eine hohe Ausdrucksqualität ist die Verwendung von spezial beschichteten Papieren, den Inkjet-Papieren notwendig. Diese Papiere werden mit zusätzlichen Oberflächenschichten veredelt"". Dabei fungieren diese Schichten als Aufnahme- und Empfangsschichten für den Tintentropfen. Die Farbpigmente werden an der Oberfläche fixiert und gebunden, das heißt, sie dringen nicht in die unteren Schichten ein. Dadurch können hochauflösende, farbgetreue Druckergebnisse mit hoher Farbbrillianz und schneller Trocknung erzielt werden.
Iris
Ein Inkjet-Drucker, der erstmals in der Lage war, Kunstwerke auf FineArt-Papieren zu reproduzieren.
Irisblende (Fototechnik)
Aus überlappenden Metalllamellen bestehend und zur Vergrößerung oder Verkleinerung der Blendenöffnung dienend. Entweder lassen sie sich mit dem Blendenring am Objektiv oder auf elektronische Art und Weise verstellen.
Jpeg
"Mit der Joint Photographic Expert Group"" Kompression werden Bilder zerlegt und komprimiert. JPEG ist ein verlustbehaftetes Kompressionsverfahren. Qualitätsverluste an Textur und an Farbe müssen je nach Kompressionsgrad einkalkuliert werden.
Kalander
Mehrere übereinander liegende Stahlwalzen und harte, aber elastische Papierwalzen. Die beiden Walzentypen wechseln sich in der Reihenfolge ab. An einer Stelle treffen zwei Papierwalzen aneinander. Beim Durchlaufen der Papierbahn entsteht zwischen weicher und harter Walze eine Friktion. Hierdurch, sowie durch den Walzendruck wird die Glätte auf dem Papier erzeugt (Satinage).
Kalibrieren
Linearisieren von Eingabe und Ausgabegeräten sowie Monitoren. Das Ziel ist eine gleichmäßige Verteilung der Tonwerte zwischen 0 und 100%. Einmal kalibrierte Geräte werden mittels Spezialsoftware profiliert (ICC-Profile).
Kaolin
Wird als Füllstoff und Streichpigment bei der Papierherstellung verwendet. Ein Aluminiumsilikat, das als Zersetzungsprodukt tonerdehaltiger Mineralien (hauptsächlich Feldspat) entsteht.
Karton
Oberbegriff für Papiere verschiedener Sorten und Qualitäten, die mit einem Flächengewicht von ca. 130 g/m2 und 600 g/m2 zwischen Papieren und Pappen liegen.
Kaschieren
Hiebei versteht man das Verbinden mehrerer Lagen (u. U. Folien) mithilfe geeigneter Kaschiermittel (Lack, Leim, Wachs). Kaschiert wird hier, um ein Material eine schützende und/oder dekorative Schicht aufzutragen und/oder eine Addierung günstiger Materialeigenschaften zu erzielen. Das Zusammenkleben mehrerer Papierbögen oder -bahnen wird ebenfalls als Kaschierung bezeichnet. Kaschierte Papier- und Kartonbögen werden u. a. im Bereich der Einrahmung als Passepartouts und in Museen zu Archivierungszwecken eingesetzt.
Klassizismus
Klassizismus ist in der Kunstgeschichte ein Name für eine Stilepoche, in der die Nachahmung des klassischen Altertums (vorrangig die griechische Antike, der griechische Tempelbau) zum Programm erhoben wird.
Komplementärfarbe
Bei einer additiven Farbmischung ergibt die Komplementärfarbe mit der passenden Gegenfarbe Weiß. Zum Beispiel sind Blau und Gelb und Rot und Blaugrün (Cyan) Komplementärfarben.
Komprimierung
Reduktion der Datenmenge, um Speicherplatz oder Übertragungszeiten zu sparen. Bekannte Standards sind JPEG, MPEG, LZW. Bei der Komprimierung eines Bildes werden je nach Grad der Komprimierung Pixel mit gleichen oder ähnlichen Tonwerten zusammengefasst. Die Komprimierung kann so gewählt werden, dass entweder die gesamte Bildinformation erhalten bleibt, wobei der Grad der Komprimierung zwangsläufig geringer ist, oder auf Kosten der Qualität stärker komprimiert wird.
Kontrast
Bei einem Motiv oder einer Abbildung herrschender Unterschied zwischen dunklen und hellen Anteilen. Hängt in der Fotografie von vielen Faktoren ab, wie z. B. der Belichtung oder Entwicklung.
Kreidemanier (Crayon-Manier)
Die Kreidemanier zählt zu den Tiefdruckverfahren. Hierbei wird der harte Ätzgrund auf der Metallplatte mit verschiedenen kleinen Zeicheninstrumenten bearbeitet, die eine Kreidezeichnung vortäuschen soll.
Kubismus
"Der Name Kubismus"" ist eine Wortschöpfung des Kunstkritikers Louis Vauxcelles, der die Werke Georges Braques 1908 als ""bizarreries cubiques"" bezeichnete. Das Wort Kubismus kommt von Kubus, was ""Würfel"" bedeutet. Der Kubismus beschäftigt sich mit dem Übergang von gegenständlichen zu abstrakten Formen, zum Beispiel Kugel, Kegel, Zylinder oder Pyramide. Unabhängig entstanden 1907 und 1908 die ersten rein kubistischen Werke von Georges Braque und von Pablo Picasso, der Kubismus hatte seinen Höhepunkt im Jahre 1914.
Kunst der Moderne
Moderne Kunst ist ein relativ unscharfer, aber allgemein üblicher Begriff für die avantgardistische Kunst des 20. Jahrhunderts. Historisch wird sie der Moderne zugeordnet, die aktuelle Kunst der Postmoderne wird davon als Zeitge­nössische Kunst abgegrenzt.
Kupferdruckkarton
Echt-Bütten-Kupferdruckkarton wird auf einer Rundsiebpapiermaschine mit echten Büttenrändern bogenweise teilweise auch in Rollen hergestellt. Dieser mit reinem Quellwasser säurefrei und alterungsbeständig nach DIN6738 und ISO9706 gefertigten Karton zeichnet sich besonders durch sein hohes Volumen und seine Geschmeidigkeit aus. Mit der matten, samtweichen, lebendig wirkenden Oberfläche lassen sich besonders effektvolle Drucke realisieren.
Kupferstich
"Für den Kupferstich wird eine nicht zu starke Kupferplatte verwendet, die völlig eben und gleichmäßig ist. Der Künstler überträgt die Zeichnung auf die Platte, wobei berücksichtigt werden muss, dass der fertige Druck (wie bei fast allen Druckverfahren) seitenverkehrt ist. Beim Kupferstich spricht man beim Übertragen der Zeichnung nicht von Ritzen"" sondern vom ""Stechen"". Das Werkzeug ist der sogenannte Grabstichel.
Langsieb-papiermaschine
Arbeitsbreite bis 128cm. Dem Stoffauflauf schließt sich das lang gestreckte Sieb an. Hierauf wird das eigentliche Papierblatt gebildet. Durch Auflaufen der Fasersuspension und unter Querschüttlung wird die entstehende Papierbahn in einer bestimmten Blattformation entwässert, unterstützt von Entwässerungselementen, endlos, umlaufend. Das hierauf gebildete Papier wird anschließend ausgepresst und getrocknet.
Large Format Printing
"digitaler Großformatdruck - üblicherweise der Bereich zwischen 61cm (24) und ca. 200mm Druck bzw. Materialbreite. Größere Druckbreiten (ab ca. 200cm) bezeichnet man als XL-Printing bzw. Baby Grand Format.
Lasur
Lasur bezeichnet einen durchsichtigen oder durchscheinenden Überzug bei Holz, auch bei Keramik und Malereien, bzw. einen dünnen Aufstrich aus durchsichtiger oder farbiger Farbe oder anderen Materialien (z. B. Tempera). Lasieren bezieht sich primär auf filmbildenden Schichten Bindemittel, dieselbe Technik in wässriger Technik ist das Lavieren.
Lasurtechnik, Malerei
Mit nassem Pinsel werden transparente Farbflächen auf trockenes Papier aufgetragen. Vor der zweiten Farbschicht muss die erste gut getrocknet sein, damit ein ineinanderlaufen der Farbschichten vermieden wird. So scheint die jeweils darunterliegende Schicht durch. Wenn ein Bild komplett in dieser Technik gemalt wird, spricht man von Von-Hell-zu-Dunkel-Malerei oder auch Prima-Malerei (a la prima = zu erst, unmittelbar).
Laufrichtung, papierherstellung
Rund- und Langsieberzeugnisse erhalten bei beiden Herstellungsverfahren eine bestimmte Laufrichtung, d. h. die Zellstofffasern sind überwiegend in Längsrichtung (Laufrichtung) orientiert. Bei Formatpapieren muss die Laufrichtung angegeben werden und kommt in einer zusätzlichen Angabe Schmalbahn (SB / längs geschnitten) oder Breitbahn (BB / quer geschnitten) zum Ausdruck.
Lebensdauerklasse, Papier
Nach DIN6738 wird die Lebensdauer von Papier und Karton bei langjähriger Lagerung in nicht klimatisierten Räumen klassifiziert.
Leimung, Papier
Von Natur aus saugt die Zellstofffaser begierig Wasser und verändert dadurch ihre Abmessungen (wird größer). Um dies zu verlangsamen, wird sie mit Zusätzen, wie Leim, Stärke usw. behaftet und wasserabweisend gemacht. Grundsätzlich wird zwischen Stoffleimung und Oberflächenleimung unterschieden.
Leimungsgrad, papier
Anteil, mit dem das Papier durch Zusätze von Leimungsmitteln gehindert wird, Wasser aufzunehmen.
Lichtbeständigkeit, Papier
Die Prüfung der Lichtbeständigkeit erfolgt durch starke Lichteinwirkung, denn insbesondere der UV-Anteil im Tageslicht beeinträchtigt die Farbstoffe im Papier. Die Lichtbeständigkeit ergibt sich aus einem Vergleich mit einer gleichzeitig belichteten, gefärbten Wollskala (Skalenwerte von 1 - 8).
Lichtsäume
Helle Umrisse von Gegenständen, die bei Gegenlicht auftreten.
Lingnin
Lignin ist eine Substanz, die neben der Cellulose und weiteren Bestandteilen im Holz enthalten ist. Es bewirkt die zusätzliche Versteifung der Fasern. Es sorgt dafür, dass das Papier schnell vergilbt. Bei der Zellstoffgewinnung wird es daher weitgehend von der Cellulose getrennt.
Linsen (Fototechnik)
Zur optischen Abbildung von Gegenständen dienende sphärische Glas- oder Kunststoffkörper, die in der Fotografie meist zu mehreren in einem Linsensystem (Objektiv) zusammengefasst werden. Die einfachen Linsen werden unterteilt in Sammellinsen, die durch ihre konvexe Form das auftreffende Licht bündeln, und Zerstreuungslinsen, die durch ihre konkave Form auftreffendes Licht zerstreuen. Ein Objektiv arbeitet mit beiden Linsen, hat jedoch im Ganzen eine eher sammelnde Eigenschaft.
Linters
Kurzfaser an der Baumwollkapsel. Diese stellt einen vollwertigen Ersatz für Hadern dar und wird besonders hohen Ansprüchen bei Künstlerpapieren und Dokumentenpapieren gerecht.
Lithografie (Steindruck)
Das lithografische Verfahren basiert auf zwei verschiedene Varianten: 1. der Stein wird geätzt, 2. fetthaltige Farbe wird durch einen chemischen Prozess auf dem Stein fixiert. Zunächst wird der Lithostein (Solnhofer Schiefer) geschliffen und gekörnt. Hierbei ist auf eine äußerst genaue Oberfläche zu achten. Nach dem Schleifen wird die Platte (der Stein) das erste Mal entsäuert, dies geschieht unter Verwendung von Alaun oder essigsaurem Aluminium. Der Künstler trägt auf diese Platte nun seine Zeichnung auf. Die verschiedenen Bearbeitungsvarianten sind u. a. Feder-, Pinsel-, Kreidelithografie, Graviermanier oder das Aussprengverfahren (Reservage). Nach dem Aufbringen der Zeichnung wird die Steinplatte geätzt. Diese Ätzung erfolgt mit einer Lösung aus Gummiarabikum in verdünnter Salpetersäure. Alle Stellen der Platte, die keine Zeichnung aufweisen, werden geätzt und so besonders hydrophil (wasserfreundlich) gemacht, außerdem werden sie mit einer dünnen Schicht aus Gummiarabikum überzogen. Nach der Ätzung und einer zusätzlichen Auswaschung (mit einer Asphaltlösung, die das Fettbild verstärkt und mit Terpentin, das den Farbstoff auswäscht) ist die Platte zum Druck bereit.
Lithographiekarton
Echt-Bütten-Lithographiekarton wird auf einer Rundsiebpapiermaschine mit echten Büttenrändern bogenweise teilweise auch in Rollen hergestellt. Dieser mit reinem Quellwasser säurefrei und alterungsbeständig gefertigte Karton zeichnet sich besonders durch sein hohes Volumen und seine Geschmeidigkeit aus. Mit der glatten und harten Oberfläche lassen sich besonders effektvolle Drucke realisieren.
Luminanz
Bezeichnet die Helligkeit eines Bildes, die sog. Leuchtdichte. Luminanzrauschen (Bildrauschen / Digitalfotografie) Hierbei handelt es sich um zufällig entstehende wolkenähnliche Überlagerungen. Diese sind jedoch nicht farbig, sondern äußern sich in einer unregelmäßigen Helligkeitsverteilung. Verantwortlich hierfür sind Schwankungen in der Lichtempfindlichkeit der Pixel, eine unsaubere Analog-Digital-Wandlung sowie eine schlechte Verarbeitung der Signale.
Löschkarton
Dies ist ungeleimter, sehr saugfähiger Karton in verschiedenen Flächengewichten. Dieser kann u. a. zur Trocknung als Zwischenlage zwischen Künstlerpapieren oder zum Aufsaugen von Flüssigkeiten eingesetzt werden.
MB / Megabyte
(MB = engl. Abk. für Megabyte = Million of Bytes) Maßeinheit für digitale Daten. 1 Megabyte entspricht 1.024 Kilobytes (KB) bzw. 1.048.576 Bytes.
Mahlgrad, Papierherstellung
Durch die Mahlung verändern die Fasern ihre Form. Das heißt, die Faserlänge nimmt ab und an der Faserwand entstehen Fibrillen. Eine der Eigenschaften von Papierstoff, die von der Mahlung abhängig ist, ist die Entwässerungsfähigkeit. Mit zunehmender Mahlung verläuft die Entwässerung von Papierstoff langsamer.
Masseleimung
Die zur Erzielung einer bestimmten Leimung notwendige Leimsubstanz, die dem Faserbrei vor der Papiermaschine zugegeben wird. Dadurch wird eine gleichmäßige und vollständige Leimung aller Fasern gewährleistet (Vollstoffleimung).
Mbit / Megabit
(Mbit = engl. Abk. für Megabit = Million of Bits) Dateneinheit. Oft gebraucht im Zusammenhang mit der Übertragungskapazität von Kommunikationsgeräten oder Netzwerken pro Sekunde.
Medienneutraler Workflow
"Die Digitalisierung, Bearbeitung und Archivierung von Bilddaten erfolgt in einem möglichst großen Farbraum (RGB bzw. Lab) mit eingebetteten ICC-Profilen und möglichst 16bit Farbtiefe (3x 65536 Abstufungen). Das gewährleistet die bestmögliche Qualität für unterschied­lichste Ausgabeverfahren (von Internet bis Hexachrome/Siebenfarben-Druck) sowie Daten-Reserve"" für zukünftige Bildverarbeitungs- und Ausgabetechnologien.
Megapixel
Ein Megapixel steht für eine Million Bildpunkte oder Pixel. In der Digitalfotografie wird üblicherweise mit dieser Einheit die Sensor- und Bildauflösung angegeben.
Melierung
Kräftig angefärbte Fasern oder Fremdfasern (z. B. Flachschäben) lagern zwischen den anderen Fasern und heben sich durch ihre Stärke oder Farbe ab.
Metallplattendruck
Durch eine entsprechende Vorbereitung (Körnung und fotochemische Beschichtung) erhalten auch Metallplatten die Eigenschaft, eine fette Zeichnung aufzunehmen und an jenen Stellen Wasser abzustoßen. Mit entsprechenden Passern können so auch mehrfarbige Drucke auf den Kupferdruck- und Lithopressen hergestellt werden.
Metamerie
Metamerie liegt vor, wenn dieselben Farbwerte unter verschiedenen Lichtbedingungen unterschiedliche Farbreize hervorrufen oder andersherum, unterschiedliche Farbwerte unter verschiedenen Lichtbedingungen gleiche Farbreize hervorrufen. Auslöser hierfür sind (spektrale) Eigenschaften der Bedruckstoffe und Tinten (optische Aufheller, Farbpigmente). Metamerie kommt aber genauso bei analogen oder digitalen Foto-Prints vor.
Minimalismus
Der Minimalismus oder englisch Minimal-Art ist eine in den frühen 60er Jahren des 20. Jahrhunderts in den USA als Gegenbewegung zur gestischen Malerei des Abstrakten Expressionismus entstandene Kunstströmung der Bildenden Kunst (Malerei, Bildhauerei, Objektkunst). In der Architektur ist er seit den 1980er Jahren vertreten.
Mittelformatkameras
Alle Formate, die größer als das Kleinbildformat und kleiner als das Großbildformat sind, bezeichnet man als Mittelformate. Das kleinste Mittelformat ist 4,5x6cm, dann folgt das quadratische 6x6 cm Format und zum Schluss folgen die Formate 6x7cm, 6x8cm und 6x9cm. Bei allen Mittelformaten wird ein unperforierter Rollfilm genutzt, der in der 120er Länge durchgehend mit einem Schutzpapier unterlegt ist. Aus Platzgründen wird der 220er Rollfilm nur am Anfang und an den Enden mit diesem Schutzpapier hinterlegt. Die Filmformate werden allerdings nie voll ausgenutzt, da die effektive Bildgröße von der Größe des Bildfensters einer Kamera abhängt. An zahlreichen Mittelformatkameras sind hinten Wechselkassetten angebracht, die einen problemlosen Austausch mit Sofortbild- oder digitalen Rückteilen gestatten.
Museumskarton
Der neutral geleimte und alterungsbeständige Museumskarton dient zur Aufbewahrung wertvoller Exponate und wird auch zur Herstellung von Archivschachteln eingesetzt. Weiterhin ist der Museumskarton auch sehr gut als Passepartout einzusetzen, weil er durch seine Weichheit sehr gut zum Schrägschnitt geeignet ist.
NASSFESTIGKEIT
Zu den nassfesten Papieren gehören u. a. Etikettenpapiere, Filterpapiere, Dekorpapiere. Man erhält diese Papiere durch Zugabe von Nassfestmitteln in der Fasersuspension vor der Papiermaschine.
Naive Kunst
Naive Kunst ist eine Sammelbezeichnung für künstlerische Arbeiten von Autodidakten, vorwiegend in der Malerei, mit betonter einfacher, unbekümmerter, fantasievoller Wahl der Bildmotive. Die Darstellungen geben häufig die persönlichen Wunschträume der Urheber wieder. Die Naive Kunst widerspiegelt häufig die sogenannte heile Welt.
Nasspartie, Papierherstellung
"Das ist der Teil der Papiermaschine, in dem durch Entwässern der Faserstoffaufschwämmung und Verdichtung (Nasspressen) die Blattbildung"" bewirkt wird.
Neue Sachlichkeit
Die Neue Sachlichkeit in der Kunst fand ihre Ausprägung in verschiedenen Kunstgattungen wie der Malerei, der bildenden Kunst und gleichzeitig im Film. Der Begriff wurde schließlich 1925 anlässlich einer stark beachteten Ausstellung nachexpressionistischer Kunst in der Kunsthalle Mannheim geprägt. Der Zeitrahmen der Neuen Sachlichkeit wird gemeinhin mit dem der Weimarer Republik gleichgesetzt: 1918 bis 1933. Sie begann unmittelbar nach dem 1. Weltkrieg mit der Hinwendung vieler Künstler zu sozialkritischen Bildthemen und endete 1933 mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten und nachfolgenden Gleichschaltung der Medien.
Neue Wilde
Als Neue Wilde, auch Junge Wilde oder Neue Heftige, werden Künstler bezeichnet, die in den frühen 1980er Jahren mit einer subjektiven, unbekümmerten und lebensbejahenden Malerei in Deutschland und Österreich an die Öffentlichkeit traten.
Neutralleimung
Alle alterungsbeständigen Papiere und Kartons sind neutral geleimt und damit säurefrei. Der Leimungseffekt wird im ph-Bereich über 8,0 mit synthetischen Leimen in der Masse erreicht. Durch Zusatz von Calciumcarbonat (Kreide) wird eine dauerhafte alkalische Einstellung erreicht, die Voraussetzung für eine hohe Lebensdauer ist.
Niello
Ornamentale und figürliche Gravuren werden in ein Silberplättchen geritzt, um sie besser sehen zu können, werden die Vertiefungen der Zeichnung mit einer schwarzen, aus Schwefelsilber (nigellum = niello) ausgefüllt und im Feuer kurz verschmolzen. Danach wird das Metall poliert und bekommt somit eine gleichmäßige, ebene Oberfläche. Legt man ein Papier auf diese Platte und drückt/reibt sie darauf, so entsteht ein sehr leichter Abdruck. Solche Blätter dienten vor allem Goldschmieden als Arbeitshilfe.
Normlicht
Tageslicht ähnliches Licht, das im grafischen Gewerbe zur Abstimmung der Farbrichtigkeit von Abdrucken (Proofs) und Drucken vorausgesetzt wird. Dabei ist neben der Farbtemperatur die energiegleiche Verteilung der Spektralfarben wichtig. Dies entspricht etwa 5000 Kelvin.
Oberfläche, Papier
Die verschiedenen Oberflächen werden einerseits durch das Glättwerk, andererseits über die eingesetzten Filze erreicht.
Oberflächenleimung
Leimung, die in der Leimpresse der Papiermaschine aufgetragen wird. Dadurch wird die Oberfläche verfestigt, um eine bessere Bedruckbarkeit und Beschreibbarkeit zu erreichen.
Objektiv
Aus mehreren Linsen bestehendes optisches System, das Lichtstrahlen, die von einem Gegenstand reflektiert werden, so bricht, dass in der Bildebene der entsprechende Bildpunkt dargestellt wird. Von ihm hängt das Bildresultat weitgehend ab, da es die Lichtstärke, die Kontrastwiedergabe und das Auflösungsvermögen beeinflusst.
Offene Auflage
Dieser Begriff bezieht sich normalerweise auf Drucke, die im Offset-Lithoverfahren hergestellt wurden und auf der Tatsache, dass die Anzahl von Drucken, die von diesem Bild hergestellt werden, nicht begrenzt ist. Eine offene Auflage bedeutet auch, dass die Produktion in verschiedenen Größen, auf Karten, Kleidung usw. erfolgen kann.
Offsetdruck
Vereinfacht gesagt, wird das Papier beim Offsetdruck-Verfahren nicht direkt von der Metallplatte, sondern mithilfe einer rotierenden Gummiwalze bedruckt, auf die die Farbe zunächst transferiert wurde. Offsetpressen bestehen in der Regel aus drei Zylindern, die übereinander angeordnet sind. Der oberste Zylinder ist der Druckzylinder mit dem Farbwerk, auf den die Metallplatte gespannt wird. Der mittlere Zylinder ist der Gummizylinder, auf den die Zeichnung übertragen wird. Zwischen diesem und dem letzten Zylinder (Gegendruckzylinder) wird das Papier hindurchgepresst.
Op-Art
Die Op-Art, von engl. Optical Art ist eine Stilrichtung der Malerei, die um 1960 aufkam. Mit Hilfe von geometrisch abstrakten Formmustern und Farbfiguren sollen im Auge des Betrachters Bewegungs- und Flimmereffekte hervorgerufen werden, die zu optischen Täuschungen führen können.
Opazität
Ist das Fachwort für die Undurchsichtigkeit des Papieres. Diese Eigenschaft ist vor allem für grafische Papiere wichtig, die z. B. von beiden Seiten bedruckt werden sollen.
Papier
Ist der Sammelbegriff für Erzeugnisse aus mechanischen oder chemisch freigelegten Pflanzenfasern, die in wässeriger Suspension miteinander verfilzt und unter Zusatz von Hilfsstoffen wie Füllstoffen, Farbstoffen oder Leim zu einer Blattform verarbeitet werden.
Passepartoukarton
Zellstoffkarton, der als Umrahmung und/oder Rückwand für künstlerische Exponate, oft auch hinter Glas eingesetzt wird. Er ist holzfrei, neutral geleimt, alterungsbeständig und in lichtbeständigen Farbtönen erhältlich.
Passer (Druck)
Der Passer (auch Farbregister) ist der exakte Übereinanderdruck mehrerer Farbschichten im Mehrfarbendruck. Wird mit ungenauem Passer gedruckt, so gerät das Bild unscharf, da die einzelnen Farbschichten gegeneinander verschoben sind. Um den genauen Passer zu erreichen, bringt man bei der Farbseparation, an den Ecken außerhalb des Beschnitts Passkreuze, auch Passerkreuze, Passerzeichen oder Registermarken genannt, an.
Peroxid
Es ist eine Chemikalie, die früher als Bleichmittel für die oxidative Bleiche von Holzstoff verwendet wurde. Heute wird fast immer Wasserstoffperoxid oder Natriumperoxid eingesetzt.
Photogrammetrie
Verfahren zur Vermessung dreidimensionaler Objekte u.a. im Bereich der Wissenschaft und Industrie.
Piezo Inkjet
Inkjet Drucktechnologie bei der einzelne Tintentropfen durch Anlegen von elektrischer Spannung an einem oszillierenden Kristall präzise geformt und aus dem Druckkopf geschleudert werden.
Pigmentdruckverfahren
Das Pigmentdruckverfahren, (auch Kohleverfahren oder Kohledruck genannt) zählt zu den Edeldruckverfahren. Es basiert darauf, dass Gelatine, wenn man sie mit einem chromsauren Salz (Kaliumdichromat oder Ammoniumdichromat) dem Licht aussetzt, in Wasser unlöslich wird. Ist ihr ein Farbstoff (Pigment) beigemischt, so halten die unlöslich gewordenen Stellen diesen mechanisch zurück. Weil als Pigment oft Kohlenstaub verwendet wurde, ist für dieses Verfahren auch der Name Kohledruck gebräuchlich.
Pigmentprints
hochwertige digitale Drucke für künstlerische und fotografische Anwendung mit licht- und alterungsbeständigen Pigmenttinten auf Druckmaterialien in Archivqualität.
Pigmenttinte
Bei Pigmenttinten handelt es sich im wörtlichen Sinne um sehr fein gemahlene Farbpigmente, die in einer Trägerflüssigkeit gelöst wird. Im Gegensatz dazu bestehen Farbtinten aus in einer Trägerflüssig­keit gelösten Farbstoffen. Wie auch bei anderen Farbarten entsteht hierdurch ein lichtbeständiges Material oder eine lichtbeständige Tinte, die nicht so schnell verblasst. Die derzeit auf dem Markt erhältlichen pigmentbasierenden Tinten können eine Lichtechtheit von 100 Jahren und mehr aufweisen. Pigmenttinten haben in der Regel einen kleineren Farbumfang als farbbasierende Tinten.
Pixel
"Abkürzung für Picture Element"", der kleinste Baustein eines digitalen Bildes. =Bildelemente, aus dem Englischen für ""picture elements"". Information eines jeden einzelnen Fotosensors innerhalb des Aufnahmegitters zur Herstellung eines digitalen Bildes.
Planschneider
Die Funktion des Planschneiders besteht darin, Bogenformate im Stapel mit einem sogenannten Schönschnitt zu versehen. Das heißt, der Papierbogen erhält sein endgültiges Format wie vierseitig rechtwinklige Seiten.
Pointillismus
Unter Pointillismus versteht man einen auf die Analysen von Eugène Chevreul zurückgehenden charakteristischen Malstil, der in den Jahren zwischen 1889 und 1910 seine Blütezeit hatte. Die bedeutendsten Künstler dieser Malrichtung sind Georges Seurat, Paul Signac und einige Jahre lang auch Camille Pissarro und Vlaho Bukovac. Die Technik des Pointillismus beruht auf dem Simultankontrast von benachbarten Pigmenten. Charakteristisch für diese Art der Malerei sind einzelne, kleine Farbtupfer in reinen Farben (französisch Point: Punkt). Der Gesamt-Farbeindruck einer Fläche ergibt sich erst im Auge des Betrachters und aus einer gewissen Entfernung. Durch optische Verschmelzung und additive Farbmischung formen sich die Farbpunkte, zu Gestalten.
Polarisationsfilter (Fototechnik)
"Der Polfilter nutzt die Tatsache, dass sich Licht ausrichten"" lässt. Dadurch kann man zum einen Spiegelungen minimieren und zum anderen Farben intensiver erscheinen lassen. Licht breitet sich nach der Wellentheorie als Wellen aus. Diese werden von den meisten Lichtquellen nicht geordnet, sondern diffus abgestrahlt. Ein Polarisationsfilter ist nichts anderes als ein sehr feines Gitter, dass Lichtwellen nur zur passenden Schwingungsebene durchlässt. Dieser Filter eliminiert störende Reflexionen auf glänzenden, nichtmetallischen Oberflächen. Eine Spezialfassung erlaubt ein Drehen des Filters am Objektiv, sodass eine individuelle Einstellung des Filters möglich wird.
Pop-Art
Pop-Art ist eine Kunstrichtung vor allem in der Malerei, die Mitte der 50er Jahre des 20. Jahrhunderts unabhängig voneinander in England und den USA entstand und in den 60er Jahren zur herrschenden künstlerischen Ausdrucksform aufstieg. Die Motive sind der Alltagskultur, der Welt des Konsums, den Massen­medien und der Werbung entnommen.
Postmoderne
Die Postmoderne bezeichnet eine geistig-kulturelle Bewegung, die sich in der zweiten Hälfte des Zwanzigsten Jahrhunderts als Gegenbewegung gegen eine zunehmend als steril und totalitär empfundene Moderne manifestiert hat. Jean-François Lyotard bezeichnete sie in einem viel beachteten Aufsatz als Ende der großen Erzählungen. Zeitlich gibt es verschiedene Einordnungen, von ersten Anfängen in den 1960er Jahren, bis hin zum Beginn der 1980er Jahre, wo sich die Postmoderne in allen möglichen Alltagsphänomenen (z. B. Mode, Popkultur, Kunst, postmoderne Architektur) offen zu zeigen begann.
Postscript
Von Adobe entwickelter Standard für die Speicherung von Bild- und Textdokumenten. Der Vorteil von Postscript ist, dass Dokumente weitgehend geräteunabhängig beschrieben werden können, d. h. zum Beispiel die Auflösung eines Bildes wird erst im Gerät fest­gelegt, das die Dokumente ausgibt. Dazu ist ein Postscript-Interpreter notwendig, der die im Dokument implementierten Vorgaben an die gerätespezifischen Eigenschaften anpasst. Postscript Level 2 beinhaltet unter anderem eine Verbesserung der farbmetrischen Fähigkeiten, da der CIE-Referenzfarbraum bereits integriert ist.
Prima-Malerei
Siehe Lasurtechnik der Malerei
Print on Demand
digitale Druckverfahren ermöglichen es Drucke bei Bedarf zu erstellen d. h., ein einmalig erstellter Print kann zu jeder beliebigen Zeit in gleicher Qualität nachgedruckt werden. Voraussetzung hierfür ist ein geeignetes stabiles Druckverfahren, Colorman
Profile
Ein Profil ist eine Gerätebeschreibung. Es enthält Informationen darüber, wie ein bestimmtes Gerät (Scanner, Monitor, Drucker oder Plotter) Farben mischt und reproduziert.
Proof (Druck)
Das aus dem Englischen entlehnte Wort Proof bezeichnet die vorweggenommene Simulation eines Druckergebnisses. In der Fachsprache wird häufig auch von dem Gut zum Druck gesprochen. In der Praxis versteht man unter Proof meist eine Darstellung auf einem zumindest papierartigen Trägermaterial. Im weiteren Sinn des Wortes können aber auch immaterielle Simulationsverfahren gemeint sein (z. B. Softproof, d. h. die Darstellung am Computerbildschirm). Mit einem Proof möchte man zu einem möglichst frühen Zeitpunkt innerhalb der Produktionskette simulieren, wie das spätere Druckergebnis aussieht. Hintergrund ist, dass bei den klassischen Druckverfahren wie Offsetdruck, Tiefdruck oder Flexodruck Fehler desto kostenintensiver werden, je später man sie entdeckt. Wenn ein Druckvorlagenhersteller einen Satzfehler bereits am Bildschirm erkennt, kostet es ihn wenige Sekunden und ein paar Tastendrucke, um ihn zu korrigieren. Wird der Fehler dagegen erst entdeckt, wenn der fertig gravierte Tiefdruckzylinder in der Maschine hängt, muss der Auftrag aus der Maschine genommen, korrigiert und später erneut der Maschine zugeführt werden. Hierdurch entstehen erhebliche Kosten sowie Probleme in der Produktionsplanung.
Prägung, Papier
Hierbei wird unter Temperatureinwirkung eine gravierte Stahlwalze auf eine sogenannte Papierwalze unter Hindurchführung der Papierbahn gepresst.
Pulper
Maschine zum Auflösen von Zellstoff, Holzstoff oder Altpapier in der Papierindustrie. Dabei wird der Stoff so stark aufgelöst, dass er pumpfähig wird und der Verarbeitung zugeführt werden kann.
Punktiermanier / Punktstich
Immer wieder kommt es zu Verwechselungen zwischen Punktstich und Punktmanier. Alles, was direkt auf der Metallplatte gearbeitet wird (Punzenschlag, Granulierung etc.), gehört unter den Begriff Punktstich (oder auch Punzenstich). Bei der Punktmanier hingegen wird der Ätzgrund mit feinen Nadeln durchstochen, um bestimmte Farbschattierung zu erlangen. Je enger die kreisrunden Punkte aneinanderliegen desto dunkler der Ton, je weiter sie auseinanderliegen desto heller. Nachdem das Bild dermaßen gestochen wurde, wird die Platte geätzt, der Ätzgrund anschließend vollkommen entfernt und die Platte zum Druck vorbereitet. Blätter die in Punktmanier erstellt wurden, zeichnen sich durch eine besondere Zartheit aus, die abgebildeten Objekte können eine sehr starke Plastizität erreichen.
Punzenstich (Punktstich)
Die Manier des Punzenstichs bestand darin, großflächige Formen einer Zeichnung mit einer Körnung zu versehen, die gleichmäßig die Fläche ausfüllte und ihr denselben Tonwert zuordnete. Während man zu Beginn dieses Verfahrens noch mit einem Punzeisen jedes Korn einzeln in das Metall schlug, wurde die Arbeit nach Erfindung der sogenannten Roulette (einer kleinen Walze mit Zähnen) sehr erleichtert.
Purple Fringing (Fototechnik)
Purple Fringing sind die lila Farbsäume, welche sich um sehr helle Farbsäume bildet. Ursache ist Licht, dass am IR-Sperrfilter und anschließend an der Hinterlinse wieder auf den Sensor reflektiert wird.
Querschneider
Diese werden eingesetzt, um Papierbahnen vorbestimmter Breiten in Bogen zu schneiden. Dabei laufen die Papierbahnen in einer oder mehreren Schichten übereinander unter einem Schlagmesser hindurch.
RAW-Format (Fototechnik)
RAW bezeichnet ein Dateiformat, das lange Zeit kaum noch Anwendung in der elektronischen Bildbearbeitung fand und erst mit der digitalen Fotografie einen Aufwind erlebte. Wenn Bilder in hoher Farbtiefe möglichst verlustfrei komprimiert und auf dem Speichermedium abgelegt werden sollen, wird dieses Format von vielen professionellen Digitalkameras verwendet. Das eigentlich unpraktische Format erlebte seine Auferstehung, da JPEG nur 8 Bit pro Kanal speichern kann und bei TIFF die größtmögliche Kompressionsrate zu gering ist. RAW dagegen kann bis zu 16 Bit pro Kanal speichern.
RGB
Bildschirme und Monitore erzeugen Farben mittels rotem, grünem und blauem Licht (RGB). Die Lichtstärken erzeugen eine bestimmte Farbe. Scanner arbeiten ebenfalls mit RGB-Farben. Sie lesen den Anteil roten, grünen und blauen Lichts, der von einem Bild reflektiert, oder bei transparenten Bildern durchgelassen wird.
RIP = Raster Image Prozessor
"Ein Raster Image Prozessor"" (RIP) berechnet die ankommenden Daten eines Druckauftrages so, dass sie vom Ausgabegerät umgesetzt werden können. Das RIP kann entweder eine externe Einheit oder Teil des Ausgabegerätes selbst sein. Ein Postscript-Drucker zum Beispiel enthält sein RIP.
Radierung
Die geglättete und sorgfältig entfettete Platte wird mit einem Ätzgrund, zum Beispiel mit einem Asphaltlack oder einer dünnen Wachsschicht überzogen. Ist die Deckfläche vollkommen mit dieser Schutzschicht bedeckt, wird auch die Rückseite geschützt (eingerußt). Der Künstler ritzt mit einer Stahlspitze (= Radiernadel) seine Zeichnung in den Ätzgrund. Danach wird die Platte geätzt. Anschließend wird die Platte gereinigt und kann im Tiefdruckverfahren weiterverarbeitet werden. Der Unterschied zur Radierung ist die Gleichförmigkeit der radierten Linien, sie weisen keinerlei Taillen wie beim Kupferstich auf.
Randwelligkeit
Die Echt-Bütten-Papiere sind überwiegend mit einem Büttenrand ausgerüstet. Produktionsbedingt neigen diese Papiere zu einer leichten Randwelligkeit, die nicht ausgeschlossen werden kann.
Rasterimage
Das Rasterimage (digitales Bild, Cell Array) ist ein rechteckiges Feld aus Bildpunkten. Seine Größe wird durch die Anzahl der Bildpunkte in X- und Y-Richtung bestimmt. Ein Bildpunkt (auch Rasterpunkt oder Pixel = Picture Element) ist also die kleinste Einheit eines digitalen Bildes. Pro Bildpunkt werden wahlweise 1, 8, 16 oder 24 Bits für die Darstellung der Farbinformationen verwendet (Farbtiefe, Pixeltiefe). Dadurch können bitonale (schwarz-weiße) Bilder, Graustufenbilder oder Farbbilder gespeichert werden. Rasterimages sind in ver­schiedenen grafischen File-Formaten speicherbar.
Rastertonwert
Tonwert auf Bedruckstoff. Tonwerte, die an gerasterten Druckmustern gemessen werden, bezeichnet man auch Rastertonwert. Werden alle Tonwerte aller Farben einer Bildstelle zusammengerechnet, so erhält man die Tonwertsumme. Die Tonwertsumme ist auch bekannt unter der Bezeichnung Gesamtauftrag.
Rasterweite
Dies ist die Anzahl der Rasterpunkte, die pro inch dargestellt werden können. Angabe in Linien pro cm = l/cm oder Linien pro inch = lpi. 60er Raster meint 60L/cm und entspricht ca. 150 lpi.
Rauschen (Fototechnik)
Bei digitalen Kameras sitzt zwischen dem Sensor und A/D-Wandler ein Verstärker, welcher die analogen Signale des CCD, also die Ladung verstärkt. Der Verstärkungsfaktor wird durch die Wahl der ISO-Empfindlichkeit gesteuert. Wird eine hohe Empfindlichkeit gewählt, so passiert folgendes: Die Belichtungszeit wird kürzer. Auf dem CCD werden weniger Ladungen gesammelt. Die Ladungen werden mit einem relativ hohen Faktor verstärkt. Es werden auch vorhandene Störungen weiter verstärkt. Das Rauschen wird sichtbar, weil der Abstand zwischen Signal und Rauschen geringer wird.
Reissrand
Auf Kundenwunsch werden Originalbogen von Hand kunstfertig 4-seitig gerissen. Der Reißrand wird auch als rauer Rand bezeichnet.
Reißlänge
Stärkste Belastung, die Papier aushalten kann, bevor es zerreißt.
Ries
Papierzählmaß. Standard Verpackungseinheit mit sortenabhängig unterschiedlicher Anzahl von Bogen. DIN6730 = 1Ries A4 Papier mit 80 g/m2 = 500 Bogen
Rippung, Papier
Die gerippten Echt-Bütten-Papiere und auch die Langsiebpapiere sin je nach Flächengewicht mit feiner oder grober Rippung versehen. Hierbei handelt es sich um gleichmäßige steifige Struktur, die quer zur Laufrichtung eines Bütten-Papiers liegt. Sie kann je nach Flächengewicht unterschiedlich stark oder verschieden in der Feinheit sein. Sie ist mit ein Charakteristikum für Büttenpapiere.
Rote Augen (Fototechnik)
Bei Blitzaufnahmen auftretender Effekt, der zustande kommt, wenn die betreffende Person in die Kamera schaut und gleichzeitig Blitz und Objektiv nahe beieinanderliegen. Die scheinbar roten Pupillen entstehen durch eine Reflexion des Blitzlichtes durch die Blutgefäße der Netzhaut. Durch indirektes Blitzen oder einen großen Abstand zwischen Objektiv und Blitzlicht kann man diesen Effekt vermeiden. Der an vielen Kameras eingebaute Vorblitz bringt nur geringfügig etwas. Die Pupillen werden vor dem eigentlichen Hauptblitz an die Helligkeit gewöhnt und schließen sich etwas.
Rundsieb-Büttenpapiermaschine
Bei der Rundsieb-Büttenpapiermaschine erfolgt die Blattbildung auf einem rotierenden Rundsiebzylinder. Der Umfang und die Stegteilung des Zylinders bestimmen die Größe der zu produzierenden Formate mit Büttenrändern. Die Zylinder sind durch Stege aufgeteilt und durch die Bewicklung an den Seiten ergeben sich die gewünschten Formate. Ein zweites Charakteristikum ist, dass durch unterschiedliche Vorschubgeschwindigkeiten an den vorbestimmten Bruchlinien = Stege die Papierbahn reißt und so der echte Büttenrand entsteht. Rundsiebzylinder können mit einem gerippten oder Velin-Sieb bespannt werden.
Scanback
Ein Scanback ist eine Art Scanner mit Zeilensensor, der anstelle der Planfilmkassette direkt an die Kamera angeschlossen wird. Der Vorteil dieses Verfahrens ist die hohe Auflösung einer solchen Datei verbunden mit den technischen Möglichkeiten der Großbildfotografie sowie die mögliche Charakterisierung der Aufnahmesituation in einem ICC-Profil. Mit einem Scanback fachmännisch erzeugte Reproduktionen sind somit farbrichtiger als Reproduktionen auf analogem Filmmaterial, weiterhin wird die kostenintensive Farbbearbeitung minimiert.
Scanner
Ein Eingabegerät, über das Kunstwerke als digitale Datei in einen Computer eingelesen werden können. Ein Scanner verwendet die Lichtempfindlichkeit, um das Bild in ein Punktmuster umzuwandeln. Scannerarten: Flachbettscanner, Trommelscanner, Diascanner, Scanback- und Digitalkamera.
Scanrückteile
Dies ist eine Bauart der digitalen Kamerarückteile. Nach dem Scanprinzip werden die Bildpunkte nicht gleichzeitig, sondern zeilenweise nacheinander erfasst. Dadurch ergeben sich, abhängig von der Auflösung, Erfassungszeiten von etwa 40 Sekunden bis über 4 Minuten. Aus dem Scanprinzip leitet sich der eingeschränkte Einsatzbereich (Reproduktionen und Stillleben) ab.
Schabkunst (Mezzotinto)
"Bei der Schabkunst (auch Mezzotinto = Halbton) werden keine Linien gestochen wie beim Kupferstich, sondern die Zeichnung wird in Hell-dunkel-Abstufungen flächig modelliert. Basis ist eine roullierte Kupferplatte, die von Hand oder mechanisch mit einem Wiegemesser vollflächig mit einem feinen Netz von Linien und Punkten überzogen wird. Aus diesem Raster schabt"" der Künstler die Zeichnung heraus.
Schrägschnitt, Papier
Bei der Passepartoutherstellung bzw. Gestaltung wird häufig mit Schrägschnitten gearbeitet. Dabei wird die Schneidkante nicht parallel zum Formatschnitt ausgeführt, sondern in einem Winkel von 45°. Dadurch werden die Innenlagen des Passepartouts sichtbar. Dieser Schnitt ist besonders effektvoll bei mehrlagigen Kartons aus verschiedenen Bogenrohpapieren.
Schwarze Papiere
Derartige Papiere werden mit Ruß und schwarzen Farbstoffen tiefschwarz eingefärbt. Auch diese Papiere sind neutral geleimt und alterungsbeständig. Es wird eine hohe Lichtbeständigkeit erreicht. Besonders beliebt sind schwarze Papiere und Kartons als Basis für weiße und hell leuchtende Aufdrucke.
Schärfentiefe (Fototechnik)
Räumliche Tiefe, die scharf abgebildet wird, wobei eigentlich nur Objekte in der Schärfen- oder Einstellebene, die parallel zur Bildebene verläuft, dargestellt werden können. Umso weiter Bildpunkte von dieser Ebene abweichen, um so mehr werden sie zerstreut und als Kreisfläche abgebildet. Im Allgemeinen ist der Schärfebereich ein Drittel vor und zwei Drittel hinter der Einstellebene. Je nach Aufnahmeentfernung, Blende und Brennweite des Objektivs richtet sich die Tiefe der Schärfenebene, die durch Schließen der Blende noch erweitert werden kann.
Schönseite, Papier
Widerdruck- und Schönseite sind Gegensätze. Sie entsprechen den Bezeichnungen Sieb- und Filzseite der Papierhersteller.
Serigrafie
"Bezeichnung für den künstlerischen Siebdruck, engl. Auch Screenprint"".
Siebdruck (Serigrafie)
Der Siebdruck basiert auf dem Prinzip, dass Farbe mit einem Rakel durch ein feinmaschiges Sieb gedrückt und so auf das darunterliegende Papier übertragen wird. Das Sieb ist zuvor mit einer abdeckenden negativen Zeichnung versehen worden, sodass nur an denjenigen Stellen die Farbe das Sieb passieren kann, wo sich keine Zeichnung befindet.
Spektralfotometer
Messgerät zur Erfassung der spektralen Zusammensetzung von Farben, dient zur Messung sogenannter Drucker-Targets (Farbmessfelder) und damit zur Erstellung von ICC-Farbprofilen, kann auch zur Profilierung von Monitoren verwendet werden, wobei dazu meistens auch günstigere Dreibereichs-Colimeter ausreichen.
Spritzrand
Der Spritzrand entsteht durch das Besäumen der Papierbahn noch in der Nasspartie. Durch genau ausgerichtete Wasserstrahlen wird die unbeschnittene Papierbahn auf dem Nasssieb auf ein bestimmtes Format reduziert. Der verbleibende Randstreifen wird als Rohstoff weiter verarbeitet.
Stahlstich (Siderografie)
Die Festigkeit des Stahls erlaubt sehr hohe Auflagen ohne deutlichen Qualitätsverlust. Das spröde und harte Metall verlangt viel feinere Bearbeitung als die Kupferplatte. Dadurch gelangt man zu feine Tonabstufungen und in den Flächen durch die sehr eng beieinanderliegenden Linien zu einer ähnlich flächigen Wirkung wie beim Holzstich.
Stofflaufbahn
Ein wichtiger Teil der Langsieb-Papiermaschine. Er führt die jeweils richtige Faserstoffmenge für die definierte Papierstärke dem Endlossieb in ganzer Maschinenbreite gleichmäßig zu.
Stoffleimung
Als Stoffleimung bezeichnet man das Leimen von Papieren in der Masse. Das Leimungsmittel wird dabei dem Papierstoff bereits im Pulper oder einem nachgeschalteten Aggregat zugesetzt.
Subtraktive Farbmischung
Farbsystem mit den Grundfarben Cyan, Magenta und Gelb, bei dem die Absorption und Wellenlängenbereichen des Spektrums beschrieben wird. Das Ergebnis ist immer dunkler als die Ursprungsfarbe.
Sulfatzellstoff
Zellstoff, der durch Kochen von Holzschnitzeln in Ätznatronlauge mit Schwefelnatriumgehalt entsteht. Die alkalische Kochung ermöglicht es, auch harzhaltige Hölzer einzusetzen, da das Harz beim Kochen verseift wird. Dadurch ist es möglich, die für die Papierfestigkeit günstigen langen Fasern der Kiefer aufzuschließen. Das Sulfatverfahren bringt einen sehr festen, zähen Stoff hervor. Sulfatzellstoff ist schwieriger zu bleichen als Sulfitzellstoff.
Sulfitzellstoff
Dieser entsteht, wenn in Schnitzeln zerhacktes Fichten- und Laubholz in einer Lösung aus Kalzium- und Magnesiumsulfit und schwefeliger Säure gekocht wird. Es hat kurze Fasern und dadurch eine geringere Festigkeit als Sulfatzellstoff, ist aber leichter zu bleichen.
Surrealismus
Der Surrealismus war eine Bewegung in der Literatur und bildenden Kunst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, die versuchte, das Unwirkliche und Traumhafte sowie die Tiefen des Unbewussten auszuloten und in der Kunst darzustellen.
TCF
Totally chlorine free / vollkommen chlorfrei - Zellstoffe zur Herstellung dieser Papiere werden weder mit Elementarchlor noch mit Chlorverbindungen gebleicht. Die Bleiche erfolgt in der Regel mittels Sauerstoff und Wasserstoffperoxid.
TIFF
Tagged Image File Format - häufig verwendetes Dateiformat in der Bildverarbeitung. Kompatibel zu den meisten Programmen und Betriebssystemen. TIFF - LZW erlaubt eine verlustfreie Komprimierung wird aber nicht von jeder Software verstanden.
Teleobjektiv
"Objektive, die eine längere Brennweite aufweisen als die Normalbrennweite (Formatdiagonale). Als echte Teleobjektive"" werden im engeren Sinne solche Objektive bezeichnet, deren Tubuslänge kürzer ist, als es der Brennweite entsprechen würde.
Tempera
Mit Tempera werden Farben bezeichnet, deren Pigmente mit einem Bindemittel aus einer Wasser-Öl-Emulsion gebunden werden. Als wässrigen Anteil der Emulsion können Temperafarben auch Leime enthalten. Echte Temperafarben sind als fertige Tubenfarben selten im Handel, da sie sehr leicht verderben und nur unter starkem Einsatz von Konservierungsmitteln begrenzt haltbar gemacht werden können, das gilt besonders für Kasein-Tempera. Im Normalfall stellt man sich deshalb die Farben aus Pigmenten und einer Emulsion selbst her.
Tiefdruck
Unter dem Begriff Tiefdruck werden alle Verfahren zusammengefasst, bei denen der Druck dadurch zustande kommt, dass in alle Vertiefungen, die auf einer glatten Fläche hergestellt werden, Farbe eingebracht wird, indem man zuerst die ganze Platte eingefärbt und danach die überschüssige Farbe wegwischt. Die Farbe verbleibt somit nur noch in den Vertiefungen der Platte (in der Zeichnung). In einer Tiefdruckpresse wird dann der Abzug gedruckt.
Tonwert
Der Tonwert ist ein Maß dafür, wie gedeckt eine Farbfläche einem Normalbeobachter erscheint. Dabei gibt es die Vorstellung, dass eine Farbfläche aus einem Anteil voll gedeckter Farbe (Vollton) und farbfreien Stellen besteht und das Auge diese unterschiedlichen Anteile nicht auflösen kann. Der Tonwert gibt also an, wie gedeckt die Farbfläche dem menschlichen Auge erscheint und nicht wie gedeckt sie tatsächlich ist. Tonwert auf Film = Dieser ist eine Bezeichnung für den Grauwert bei Halbtonvorlagen. Er ist ein relatives Maß, das Werte zwischen voller Transparenz (0%) und voller Schwärzung (100%) kennt.
Torchon
(franz.) Eine Papiersorte mit rauer Oberfläche.
Traditional Fine Art (TFA)
Der Begriff TFA steht für Naturpapiere, die ohne zusätzliche Beschichtung oder Behandlung für die traditionellen Kunstdruck- und Maltechniken eingesetzt werden.
Trockenpartie, Papierherstellung
Dieser Teil der Papiermaschine schließt an die Nasspartie an. Die endlose Papierbahn (Langsieb-Papiermaschine) wird mit Hilfe von Filzen um mehrere erhitzte Walzen geführt. So wird dem Papier Wasser entzogen und es verfestigt sich.
UCR
Under Color Removal / Unterfarbenkorrektur. Verfahren zur Reduktion des Farbauftrags im Mehrfarbendruck, äquivalente CMY-Farbenmengen werden durch Schwarz ersetzt. Das Resultat ist eine stabilere Grauachse (neutrale Grautöne) jedoch vergraute Hauttöne.
UV-Filter (Fototechnik)
Der UV-Filter (besser: UV-Sperrfilter) filtert den ultravioletten Bereich des Lichts. Der UV-Filter verbessert auch die Fernsicht, da der atmosphärische Dunst hauptsächlich durch UV-Licht verursacht wird.
UV-Licht
Zwischen 400 und 10 nm liegender Bereich des elektromagnetischen Spektrums, der für das menschliche Auge unsichtbar ist. Die natürliche UV-Strahlung ist an trüben Tagen und bei Fernsicht im Freien stärker und kann zu Unschärfe und Blaustichigkeit der Aufnahmen führen. Zur Vermeidung dieser Abbildungsfehler wird ein UV-Filter verwendet.
Umdruck (Autografie)
Im Gegensatz zur Lithografie und den meisten anderen Druckverfahren müssen die Zeichnungen hier nicht seitenverkehrt gestaltet werden. Beim Umdruck wird die Zeichnung zunächst mit lithografischer Kreide oder Tusche auf ein Papier gezeichnet und von dort auf die eigentliche Lithoplatte (Stein) übertragen (umgedruckt). Hierzu wird das Zeichenpapier seitenverkehrt auf den Stein gelegt, mit Wasser aufgeweicht, angepresst und später ausgewaschen.
Ungeleimte Papiere
Für besondere Einsatzzwecke saugfähig gehaltene Papiere oder Kartons, wie z. B. Löschkarton und Filterpapiere.
Urkundenpapiere
Zur Erstellung langlebiger Dokumente und Urkunden. Mit besonderen Verfahren hergestellte Echt-Bütten-Papiere, die häufig als wichtigen Rohstoffanteil Linters enthalten.
Velin, Papier
Die Oberfläche zeigt keine regelmäßige Struktur, sondern ist schlicht. Velinpapiere sind der Gegensatz zu vergé = gerippten Papieren.
Vergilbung, Papier
Ursache des raschen Vergilbens vor allem holzhaltiger Papiere unter Licht- und Sauerstoffeinfluss sind die nicht herausgelösten Lignin-Bestandteile im Holzschliff.
Vergé
Durch Einsatz besonders konstruierter Siebe oder Egouteure wird im Papier eine gleichmäßige streifige Struktur erzeugt, die in der Durchsicht wie ein Wasserzeichen erkennbar ist.
Verzeichnung (Fototechnik)
Am Bildrand auffällig werdender Abbildungsfehler, bei dem natürlich gerade Linien durchgebogen werden. Man unterscheidet tonnenförmige Verzeichnung und kissenförmige Verzeichnung.
Vignetierung (Fototechnik)
In der Fototechnik wird eine Abschattung zum Bildrand hin, die durch eine axiale Anordnung zweier Öffnungen hervorgerufen wird, als Vignettierung bezeichnet. Das heißt, die Ränder des Bildes sind abgedunkelt. In der fotografischen Praxis wird dieser Begriff oft fälschlicherweise etwas großzügig ausgelegt und auch für den Randlichtbefall benutzt.
Vintage Print
Der Begriff Originalabzug oder englisch Vintage Print bezeichnet in der Fotografie einen Abzug, der unmittelbar nach Entstehung des Negativs vom Fotografen selbst oder unter seiner Aufsicht hergestellt wurde.
Vorsatzpapier
"Der Name ergibt sich daraus, dass dieses Papier als erstes Deckblatt in einem Buch zwischen Deckel und Titelblatt vorgesetzt"" wird. Die Oberfläche ist meistens gerippt.
Wasser, Papierherstellung
Wasser bei der Papierherstellung ist meistens weich und rein. Oftmals reines Quell- / Grundwasser. Dieses Wasser wird sehr sorgfältig eingesetzt und geprüft, weil es ein wichtiges Betriebsmittel ist und wegen des Umwelt­schutzes sorgfältig bedacht werden muss.
Wasserlinien, Papier
siehe gerippt
Wasserzeichen, Papierherstellung
Bleibende Markierungen im Papier, die entweder durch sogenannte Verarmung oder Anreicherung von Faserstoffen im Papier erscheint. Erzeugt wird das Wasserzeichen bei der Blattbildung auf dem Sieb der Rundsieb-Büttenpapiermaschine durch hervorstehende Teile (=helle Wasserzeichen) oder durch eingelassene Stellen (=dunkle oder Schattenwasserzeichen), wodurch eine unterschiedliche Dicke im Papier bewusst hervorgerufen wird. Bei der Langsieb-Papiermaschine besteht die Möglichkeit, die Wasserzeichen durch einen Egoutteur zu erzielen. Dabei wird zu Beginn der Saugerpartie auf dem Sieb in das noch nasse Papier durch Wegdrücken der Fasern durch den Egoutteur erreicht.
Weichgrundätzung (Vernis Mou)
Ein weicher Ätzgrund wird auf eine Metallplatte aufgetragen. Hierauf wird ein raues und relativ körniges Zeichenpapiergelegt. Nun zeichnet der Künstler direkt auf diesem Zeichenpapier unter leichtem Druck seine Komposition. Dies kann sowohl mit einem Bleistift, als auch mit einem Stück Kreide o. ä. geschehen. Durch den Druck des Zeichengerätes schiebt sich Ätzgrund auf der darunterliegenden Metallplatte auseinander und legt das Metall frei. Nachdem der Ätzgrund ausgehärtet ist, beginnt die chemische Ätzung.
Weissabgleich (Fototechnik)
Der Weißabgleich dient der Anpassung der Farbtemperatur bei Digitalkameras. Um farblich realistische Aufnahmen zu bekommen, muss sich die Kamera an die jeweilige Lichtsituation anpassen. Weiß im Motiv wird so auch als ein Weiß berechnet.
Wollskala
Zur Beurteilung der Lichtbeständigkeit eines Farbstoffes werden verschiedene Wollstreifen, die mit Farbstoffen bekannter unterschiedlicher Lichtbeständigkeit angefärbt sind, zusammen mit dem zu prüfenden Papier unter einer Lichtbogenlampe belichtet. Hier ergibt sich durch den Vergleich bei verschiedenen Belichtungszeiten die Lichtbeständigkeit (nach der Wollskala), bei welcher der entsprechende Wollstreifen Nr. 1-8 gerade nicht mehr verblasst ist. Angestrebt wird ein Wert von über 6 auf der Wollskala.
Workflow (geschlossenes System)
Dies bezieht sich auf ein vollständiges System, bestehend aus Scanner, Bildschirm, Software, Drucker und Papier, die alle aufeinander abgestimmt oder kalibriert sind. Hierdurch kann das Farbmanagement einfacher und schneller erfolgen.
Zeitgenössiche Kunst
"Als Zeitgenössische Kunst (engl. contemporary art, frz. art contemporain) werden die Kunstströmungen bezeichnet, die auf die Kunst der Moderne beziehungsweise der Klassischen Moderne folgen, sowie die entsprechenden Kunstwerke. Dieser Begriff wird benutzt, um die Bezeichnung Moderne Kunst bzw. Avantgarde zu vermeiden. Alltagssprachlich steht modern für zeitgemäß, nach dem Zeitgeschmack, neuzeitlich"" und kann insofern als synonym zu zeitgenössisch gelten. Fachsprachlich, im Kontext der Kunst- und Kulturgeschichte, ist der Begriff der Moderne jedoch mehr oder weniger fest mit einer zwar nicht abgeschlossenen, aber bereits historischen Epoche der Kunstgeschichte verbunden. Insbesondere im Zusammenhang mit dem Aufkommen des Begriffs der Postmoderne (vgl. Postmoderne Architektur) gilt hier modern nicht mehr unbedingt als zeitgenössisch oder zeitgemäß
Zinkätzung
Bei der Zinkätzung handelt es sich, wie der Name schon zeigt, um ein Ätzverfahren, das von seiner Technik her jedoch zu den Hochdruckverfahren gezählt werden muss. Auf einer Zinkplatte wird mit Asphaltlack und Pinsel die gewünschte Zeichnung aufgetragen. Dann wird die Platte in ein Bad aus verdünnter Salpetersäure getaucht und so die nicht bedeckten Flächen angeätzt. Danach wird die Platte vom Asphaltlack gereinigt, wobei die vom Lack geschützten Partien (die Zeichnung) leicht erhaben erscheinen.
Zirka-Format (ca.-Format)
Bei allen Echt-Bütten-Papieren und -Kartons, die einen echten oder gerissenen Büttenrand haben, muss das Format in jedem Fall als Zirka-Format angegeben werden. Aus diesen Zirka-Formaten lassen sich aber auch genaue Formate mit exaktem Winkelschnitt schneiden, allerdings unter Verlust des dekorativen Büttenrandes. Dies tritt vor allen Dingen dann ein, wenn Echt-Bütten-Papiere als Kaschierpapiere verwendet werden.
abstrakte Malerei
Die abstrakte Malerei ist eine sehr vielfältige Kunstform mit vielen Stilrichtungen, die auf die Abbildung von Gegenständen, Personen oder Landschaften fast völlig verzichtet. Sie bildet nicht die konkrete, sichtbare Wirklichkeit, sondern abstrakte oder abstrahierte Bewegung, Form, Farbe, Strukturen, Muster ab. Die reine Komposition rückt dabei in den Vordergrund der künstlerischen Arbeit.
alpha-cellulose
Holzzellstoffe bestehen zu fast 90% aus Alpha-Cellulose. Linters sogar zu fast 99%. Es handelt sich hierbei um ein sogenanntes Polysaccharid (Mehrfachzucker), dessen Molekül aus vielen aneinander­geketteten Einzelbausteine besteht. Die weiteren Bestandteile der Holzzellstoffe sind Lignin und kurzkettige Cellulosen (sogenannte Hemicellulosen).
archivkartons
Archivkartons sind säurefreie, stoffgeleimte Naturkartons, die sich besonders zur Aufbewahrung wertvoller Museums- und Archivstücke eignet.
aschegehalt (Papier)
Papier besteht neben den Faserstoffen organischer Bestandteile aus sogenannten Füllstoffen. Deren Anteil kann durch Verbrennen (Veraschen) des Papiers ermittelt werden.
bugra
Echt-Bütten-Papier von Hahnemühle. Charakteristisch ist die grobe Rippung, die dem Papier eine angenehm raue Oberfläche verleiht.
dicke, Papier
Papiere, Kartons und Leinwände werden größtenteils als Flächengewicht angegeben. Die Dicke wird mittels eines Mikrometers bei einer bestimmten Druckbelastung (z. B. 1 kg/cm2) ermittelt.
dimensionsstabilität
Maßhaltigkeit von Papieren und Kartons, die auch unter Einwirkung von Feuchtigkeit sich nur in den vorgegebenen Toleranzen verändern darf.
echt-bütten
"Die Bezeichnung Echt-Bütten"" darf nur für 1. handgeschöpfte und 2. auf Rundsieb-Büttenmaschinen gefertigte Papiere verwendet werden. Denn nur bei diesen Verfahren entsteht der Büttenrand organisch mit der Bildung des Blattes und nur diese sind hoch qualifizierte Feinpapiere.
faserverfilzung
"Grad der Ausrichtung der Fasern bei der Papierherstellung. Während die Faserverfilzung bei einer Langsiebmaschine sich überwiegend in der Längsrichtung verteilt, ermöglicht die langsam"" laufende Rundsiebmaschine eine fast gleichmäßige Faserverfilzung in Längs- und Querrichtung.
feuchtdehnung (papier)
Je nach Zellstoffqualität, Mahlgrad und Zusätzen ergeben sich bei unterschiedlichen Luftfeuchtigkeiten entsprechende Feuchtdehnungen, die sich innerhalb vorgegebener Toleranzen bewegen müssen, um eine entsprechende Passgenauigkeit, z. B. bei Druckvorgängen zu erhalten.
feuchtigkeit (papier)
Papier reagiert auf Feuchtigkeitseinflüsse so, dass es bei Erhöhung quillt und bei Verringerung sich verkleinert. Diese Reaktion wird meist im Bereich zwischen 0 und 10 % Feuchtigkeit ablaufen, wobei bis 6 % der größte Längenzuwachs zu erwarten ist.
feuchtigkeitsgehalt (papier)
Anteil an Wasser im Papier. Gemessen wird dieser in Prozent absolut, d. h. bezogen auf die vorhandene Papiermenge oder auch relativ, worunter die Luftfeuchtigkeit zwischen den Bogen im Stapel gemessen wird.
filze (Papierherstellung)
"Speziell gewebte Tücher. Sie führen die Papierbahn zur Entwässerung durch die Pressenpartie der Papiermaschine und anschließend durch die Trockenpartie, wobei die Filze die feuchte Papierbahn gegen die dampfbeheizten Trockenzylinder pressen. Die Webstrukturen der zum Teil noch in Wolle gefertigten Qualitäten werden auf die Papierbahn übertragen und dort Filzmarkierung"" genannt.
filzmarkierung (papierherstellung)
Markierung des Filzgewebes der Papiermaschine auf der Oberfläche des Papiers.
flächengewicht
Grammgewicht pro Quadratmeter (g/m2).
fotoalbenkarton
Speziell für den Einsatz in Fotoalben geeigneter Karton. Dieser ist besonders falzfest, stark vollstoffgeleimt und hat eine hohe Glätte.
frankfurter forderungen
Ergebnis eines Symposiums der Deutschen Bibliothek und der Gesellschaft für das Buch (14.02.1990) zur Verwendung alterungsbeständiger Papiere für die Buchherstellung.
friktion (papierherstellung)
Sowohl im Kalander als auch in der Bogenglätte entsteht beim Hindurchführen der Papierbahn durch die Glättwalzen kurzfristig eine Reibung (Schlupf), die neben dem Walzendruck zur Glättung beiträgt.
füllstoffe
Zusatzstoffe für die Papierherstellung. Sie füllen die Lücken zwischen den Papierfasern aus, verbessern die Opazität, die Bedruckbarkeit und die glätte eines Papiers. Füllstoffe sind in der Regel Mineralstoffe, wie Kaolin oder Calciumkarbonat.
grob geripptes papier
Die Anzahl der Rippungslinien pro Zentimeter bestimmt die Rippungsart. Grobrippungen weisen 6 Rippungslinien pro Zentimeter auf. (Siehe Bugra) Bei 8 bis 9 Rippungslinien pro Zentimeter spricht man von fein gerippten Papieren (siehe Ingris).
hadern (hadernhaltig)
Ursprünglich wurde Papier aus aufbereiteten Lumpen hergestellt. Lumpen, die überwiegend aus cellulosehaltigen Fasern bestehen, werden als Hadern bezeichnet. Heutzutage werden sie nur noch in ausgesuchten Spezialpapieren verwendet. Anstelle von Hadern setzt man heute Baumwollfaserstoff ein, das als Linters bezeichnet wird. Diese werden entweder mit Zellstoff gemischt oder allein eingesetzt.
handgeschöpfte papiere
Ursprüngliche Herstellungsart des Papieres, die schon vor etwa 2000 Jahren in China erfunden wurde. Mittels siebbespannter Rahmen werden die Fasern aus dem Faserbrei herausgeschöpft, durch Schütteln gleichmäßig auf dem Sieb verteilt, vom Sieb abgenommen (abgegautscht) und anschließend getrocknet. Handgeschöpfte Papiere verfügen über keine Laufrichtung und stellen die gleichmäßigste Form der Faserverfilzung dar.
holzfrei
Holzfreie Papiere bestehen nur aus Zellstoff, Linters oder holzfreien Papierresten. Dies wirkt sich vor allem positiv auf die Alterungsbeständigkeit und Lichtbeständigkeit aus.
holzstich
Das Verfahren verwendet das härtere Buchsbaumholz, das nicht wie bisher der Länge nach, sondern quer zur Faser als Kern- oder Hirnholzplatte geschnitten wurde. Als Instrument dient der Stichel wie beim Kupferstich. Hiermit sind auch feinste Linien möglich.
härte, papier
"Die Härte (Weichheit) ist identisch mit der sogenannten Zusammendrückbarkeit"" bei Druckeinwirkung senkrecht zur Oberfläche. Fachleute können aber auch etwas über die Härte eines Papieres durch dessen Klang aussagen, der entsteht, wenn das Papier in der Hand bewegt wird. Druckpapiere sind oftmals hart, was den Druckvorgang erleichtert. Dagegen sind Echt-Bütten-Papiere meist weicher.
iso 9706
Papier, welches einen hohen Grad an Dauerhaftigkeit aufweist und gleichzeitig keine oder geringe Änderung in den Eigenschaften zeigt, welche einen Einfluss auf die Lesbarkeit und Handhabbarkeit haben, wenn diese über einen längeren Zeitraum in geschützter Umgebung aufbewahrt wird.
lpi
Lines per inch. Maßeinheit für die Auflösung von Druckbildern (Punktzeilen je Zoll).
ph-Wert
Die pH-Wert-Skala reicht von 1 bis 14, wobei der Neutralpunkt 7 ist. Alle Werte unter 7 bedeuten saure und oberhalb von 7 alkalische Reaktion. Sämtliche neutral geleimten und alterungsbeständigen Papiere und Kartons weisen einen pH-Wert von ca. 8,0 auf.
ppi
ppi -> pixel per inch (engl.: Pixel pro Zoll). Ein Wert für die Auflösung von digitalen Bildern. ppi beschreibt die Anzahl der erfassten Bildpunkte pro inch. Diese Maßeinheit kann zur Beschreibung der Eigenschaften von Scannern oder Digitalkameras verwendet werden.
satinage
Satinage ist die Einebnung und Glättung der Papierbahnoberfläche. Dieser Vorgang wird heute als Prägevorgang verstanden.
Ölmalerei
"Die Ölmalerei ist die künstlerische Malerei mit Ölfarben auf der Basis des Malmittels Öl - in der Regel Leinöl. Dass die Ölmalerei als klassische Königsdisziplin"" der Kunst gilt, liegt vor allem an den guten Eigenschaften des überwiegend verwendeten Malmittels Leinöl (fast immer zusammen mit Terpentin). Um dessen Eigenschaften weiter zu verbessern und um bei der Alterung Rissbildung und Vergilben zu vermeiden, wird das Gemälde nach vollständiger Trocknung und Aushärtung (oft erst nach über einem Jahr) meist mit einem Firnis überzogen - man unterscheidet hierbei Zwischenfirnisse und Schlussfirnisse.

KUNSTAPPEAL
Künstler/innen Rena Riefe
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